Interne offene Lernprozesse

Zusammenhang mit dem "Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung"

© FORUM Umweltbildung
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Nachhaltige Entwicklung beschreibt kein statisches Ziel, sondern einen dynamischen, gesamtgesellschaftlichen Lern- und Gestaltungsprozess. In einer sich ständig wandelnden Welt, kann das, was wir heute noch als nachhaltig wahrnehmen, morgen schon unnachhaltig und problematisch werden. Erst durch ständige Erneuerung und ein kontinuierliches Hinterfragen unserer gegenwärtigen Paradigmen können wir dem offenen und dynamischen Charakter einer nachhaltigen Entwicklung entsprechen. Die Gestaltung der Zukunft setzt unter anderem Prozessorientierung und Reflexion voraus.“1 Für jede/n Einzelne/n der/die an einer nachhaltigen Entwicklung mitgestaltet, ist es notwendig, durch Reflexion eigener Erfahrungen zu persönlichen Erkenntnissen zu gelangen.

Was hat das mit BNE zu tun?

Auch in der Bildung für nachhaltige Entwicklung gelangen die Lernenden erst durch die Thematisierung und Reflexion gemachter Erfahrungen und Einsichten zu vertieften Erkenntnissen und Fähigkeiten.2 Handlungs- und Reflexionsphasen sollen in Bildungsprozessen daher in einer sinnvollen Abfolge stattfinden. Aber es geht nicht nur um die Bildungsprozesse an sich. BNE zielt auf einen doppelten paradigmatischen Wandel: den der Gesellschaft und den der Bildungssysteme. In diesem Sinne werden Bildungsinstitutionen selber Ziel interner Reflexion und können nur dann der Dynamik einer BNE entsprechen, wenn sie selber einen offenen Lern- und Gestaltungsprozess vorleben und in ihren institutionellen Rahmen verankern.

Beispiele aus der Praxis

Etikette Bruckner
Etikette Bruckner wird von einer Schülerin gespielt. Als erfundene Figur steht sie stellvertretend für jeden und jede, der/die am Alltag im Brucknergymnasium mitwirkt. Jeder und jede hat durch sein/ihr Verhalten die Möglichkeit und Verantwortung, in das Schulgeschehen einzugreifen und es mitzugestalten. Etikette will dabei Mut zur Veränderung machen, die Kreativität des Einzelnen wecken und zeigen, dass auch die Behandlung von ernsten und oft nicht einfachen Themen - sinnvoll gemeinsam geschehen kann. 

Klimafreundlich unterwegs - Mobilitätsmanagement für Schulen
Mobilität und Bewegung sind wichtige Elemente des Schulalltags. SchülerInnen wählen täglich Verkehrsmittel aus, sind aber auch unmittelbar von den Folgen wie Lärm, Gefahr oder Gedränge betroffen. Mobilitätserziehung an Schulen geht über Verkehrserziehung hinaus und schafft in der jungen Generation ein Bewusstsein für klimaneutrales Verhalten hinsichtlich der eigenen Fortbewegung.

 

1 bm:BMLFUW (Hrsg.). Österreichs Zukunft Nachhaltig Gestalten – Die Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung, Wien
2 Künzli, C.; (2003): Didaktisches Konzept. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Arbeitspapier Nr. 1 aus dem Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds (Nr. 111-063780) und der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern (Nr. 0201s004): „bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Didaktisches Konzept und Umsetzung in der Schulpraxis“


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