Partizipationsorientierung

Zusammenhang mit dem "Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung"

© FORUM Umweltbildung
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Die Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung der nachhaltigen Entwicklung wird in der Agenda 21 als besonders wichtiges Ziel eingestuft. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die Erhöhung des Frauenanteils bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen und Planungen. Es leuchtet ein, dass sich das Leitbild ohne die aktive Partizipation eines Großteils der Gesellschaft nicht umsetzen lässt. „Partizipation schafft eine bessere Entscheidungsqualität, indem Betroffene zu Beteiligten gemacht werden“1, heißt es auch in er österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie.

Was hat das mit BNE zu tun?

Partizipation im Bildungsbereich ist ein Schlüssel zur Demokratie. Sich einbringen können, die entsprechenden Fähigkeiten und Methoden zu beherrschen, ist daher erklärtes Ziel einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei spielt Beteiligung und Mitgestaltung innerhalb der eigenen Bildungsinstitution, aber auch die Kooperation mit Partnern außerhalb (Gemeinde, Region, NGOs, Unternehmen, etc.) eine wichtige Rolle um die Handlungskompetenzen der Lernenden zur nachhaltigen Gestaltung der eigenen Lebensumwelt zu stärken. Erst durch Partizipation entsteht ein gemeinsames, kontextuelles Problemverständnis als Ausgangspunkt für konsensuale Lösungen in Richtung einer nachhaltigeren Entwicklung. Bildungsangebote müssen dabei beiden Geschlechtern eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen.

Die Bereitschaft sich an konkreten Planungen, Projekten und Programmen zu beteiligen, sich kompetent und verantwortlich einzumischen, mitzubestimmen und mitzugestalten gehört dazu. Aber auch die Fähigkeit, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen bzw. Einflüsse angemessen zu bewerten und sich mit einander widersprechenden Positionen und Einflüssen argumentativ auseinander zu setzen ist eine solche Kompetenz.

Beispiele aus der Praxis

Wenn kreatives Schreiben zum Standard wird - Oder: Freiraum für junge Gedanken
Vor 13 Jahren machte die Schülerin Bettina Reicher den damaligen Chefredakteur Gerfried Sperl darauf aufmerksam, dass nur Eltern-Positionen in seiner Tageszeitung vertreten seien. Die junge Kritikerin regte dazu an, auch Jugendlichen zu ermöglichen, ihre Gedanken und Sichtweisen in einem renommierten Qualitätsmedium veröffentlichen zu können.

Lernort als Wohlfühloase - Nachhaltigkeit beginnt bei der Gestaltung der eigenen vier Wände
Die Schule ist zwar einer der wichtigen Orte des Lehren und Lernens, das Wohlfühlklima lässt dabei allerdings oftmals zu Wünschen übrig. SchülerInnen der HTL Donaustadt schritten zur Tat: Sie schufen sich innerhalb ihrer Bildungsstätte eine angenehme Arbeitsumgebung.

 

1 BMLFUW (Hrsg.). Österreichs Zukunft Nachhaltig Gestalten – Die Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung, Wien


Nachlese und Broschüre zu "BEST OF AUSTRIA"

Coverbild der Broschüre © FORUM Umweltbildung

Die Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ wurde heuer an 15 herausragende Projekte vergeben. Lesen Sie alles zur Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung in unserer Nachlese und blättern Sie durch die Broschüre mit allen Projekteinreichungen 2018!

Nachlese

Broschüre 2018

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