Methodenvielfalt

Zusammenhang mit dem "Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung"

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Eine Gesellschaft, die sich dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet, muss geeignete Methoden und Strategien finden um in der Lage zu sein akute Probleme zu lösen, langfristige unnachhaltige Trends zu stoppen und die Zukunft nachhaltig zu planen und zu gestalten. Nur mit Hilfe eines vielfältigen Instrumentariums kann eine ökologisch, ökonomisch und sozial erfolgreiche Zukunft gesichert werden. Dabei gibt es weder die optimale Methode noch die beste Lösung. In einer sich ständig wandelnden Welt können die Erfolge von heute die Desaster von morgen bedeuten. Vielfalt sichert Risikominimierung und unterstützt die Flexibilität sich auf ständig ändernde Umstände anzupassen.

Was hat das mit BNE zu tun?

Bildung für nachhaltige Entwicklung zielt auf eine Lernkultur ab, die das Potential aller Beteiligten entwickelt, bei der Wissen mit anderen offen geteilt wird und die die Neugierde lebendig erhält. Selbsttätigem und selbstorganisiertem Lernen wird in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle beigemessen. Lehren und Lernen soll sich demgemäß weniger als bisher als ein „Nachlernen“ feststehender Ergebnisse und Lösungswege verstehen, sondern als ergebnisoffener, selbstorganisierter Suchprozess. Dies verlangt statt des Methodenmonismus einer frontalen, lehrerzentrierten Wissensvermittlung u.a. eine Lernkultur der Methodenvielfalt. Selbstorganisiertes Lernen setzt dabei zum einen voraus, dass SchülerInnen die Möglichkeit erhalten in eigener Regie zu lernen und Probleme zu lösen, andererseits bedarf es verantwortlicher Lehrkräfte, die eine entsprechende Moderations-, Organisations- und Beratungskompetenz aufweisen.

Zu den Kompetenzen im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zählen daher auch die Fähigkeit im Hinblick auf vereinbarte Ziele und Aufgaben Lern- und Arbeitsprozesse selbst oder im Team zu planen und zu organisieren. Vorhandene Hilfs- und Unterstützungsquellen sollen herangezogen, Arbeitsergebnisse anwendungsorientiert aufgearbeitet, präsentiert und ausgewertet werden. Gleichzeitig muss der selbstverständliche Umgang mit Fehlern und Schwächen trainiert werden, in dem Sinne, dass Fehler und Schwächen eher ein Anreiz zum Weiterlernen und Optimieren als eine Erfahrung persönlicher Niederlagen darstellen.1 

Beispiele aus der Praxis

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1 Heinrich, Martin: Bildung und Nachhaltige Entwicklung. Empirische Studien zu SchülerInnensichtweisen.Unter Mitarbeit von Franz Rauch und Petra Mayr. Münster: Monsenstein & Vannerdat 2005, S. 250-261

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