Kritisches Denken und Problemlösen

Zusammenhang mit dem "Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung"

© FORUM Umweltbildung
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Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung impliziert einen wachstums- und entwicklungskritischen Ansatz. Dieser gewinnt im Kontext einer zunehmenden Globalisierung immer mehr an Aktualität. Die Lösung lokaler und globaler Probleme und das Entwickeln von Visionen setzen die Fähigkeit zu kritischem, analytischem Denken sowie die Fähigkeit konstruktiv und kreativ Denken zu können voraus — denn Wissen allein genügt nicht.1

Was hat das mit BNE zu tun?

In Bildungsprozessen muss daher der Umgang mit Komplexität und nicht mit linear erklärbaren Ursachenbündeln geübt werden. Es geht um das Verstehen komplexer Situationen, das kritische Hinterfragen von Annahmen und aufgestellten Thesen und die Entwicklung kreativer Problemlösekompetenzen. Lernende sollen in die Lage versetzt werden mit uneindeutigen Wirkungen und nicht vorhersehbaren Veränderungen, mit schwer kalkulierbaren Wahrscheinlichkeiten und Risiken umgehen zu lernen. Im Sinne des „second order learning“2 bedeutet kritisches Denken bei BNE das Reflektieren und Hinterfragen gängiger Paradigmen und eine Abkehr von gewohnten Lösungsansätzen. Bildung für nachhaltige Entwicklung will in diesem Sinne zur Entwicklung eines kritischen Bewusstseins bei den Lernenden beitragen, ohne jedoch den Verlust eines bejahenden Lebensgefühls zu bewirken.3 

Beispiele aus der Praxis

ÖkoritterInnen - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Jugendarbeit
Grundsätze der sozialen Arbeit mit den Ansätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verbinden, das war der Leitgedanke des Projekts ÖkoritterInnen und ClimateCoolers. Im Rahmen des Pilotprojekts setzten sich Jugendliche an drei Wiener Jugendzentren mit ökologischen Fragestellungen auseinander.

Polarisierungen - SchülerInnen auf gleicher Augenhöhe mit ForscherInnen
Wie bringt man Schulen die Polarforschung näher? Wie bringt man der Polarforschung die Schulen und die Öffentlichkeit näher? Diesen Fragen geht das Projekt FERMAP in vier Einzelprojekten nach, in denen sich PolarforscherInnen und SchülerInnen direkt begegnen.

 

1Künzli, C.; (2003): Didaktisches Konzept. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Arbeitspapier Nr. 1 aus dem Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds (Nr. 111-063780) und der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern (Nr. 0201s004): „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Didaktisches Konzept und Umsetzung in der Schulpraxis“
2 Sterling, S.; (2001): Sustainable education. Re-visioning Learning and Change, Green Books, Dartington.
3 Künzli, C.; (2003): Didaktisches Konzept. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Arbeitspapier Nr. 1 aus dem Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds (Nr. 111-063780) und der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bern (Nr. 0201s004): „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Didaktisches Konzept und Umsetzung in der Schulpraxis“


Nachlese und Broschüre zu "BEST OF AUSTRIA"

Coverbild der Broschüre © FORUM Umweltbildung

Die Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ wurde heuer an 15 herausragende Projekte vergeben. Lesen Sie alles zur Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung in unserer Nachlese und blättern Sie durch die Broschüre mit allen Projekteinreichungen 2018!

Nachlese

Broschüre 2018

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