Junior-Ranger im Naturpark Karwendel

Logo Interessierte Kinder zwischen 7 und 14 Jahren können sich für die monatlichen Termine, mit ihrer Schulklasse oder auch in den Ferien über die verschiedenen Ferienprogramme anmelden und so Punkte für ihre Junior-Ranger-Ausbildung sammeln. Für uns ist es wichtig, dass die Kinder spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten in unterschiedlichen Themenfeldern erlangen und somit tolle Erfahrungen in der Natur erleben.

Darstellung

Um Junior-Ranger im größten Naturpark Österreichs zu werden, ist es erforderlich, ein Basiswissen über das Karwendel zu erlangen. Hierfür gibt es keinen festgeschriebenen Fahrplan, vielmehr sollen zukünftige Junior Ranger je nach persönlicher Interessenslage/Auswahl durch die Lehrperson verschiedene Bausteine aus dem Bildungsangebot sammeln. Dies unterscheidet die modulartig aufgebaute Ausbildung im Naturpark Karwendel von den Junior-Ranger Camps in den Nationalparks, wo sie als 2-wöchige Blockkurse angeboten werden. Unser Anliegen ist es, das ganze Jahr über Angebote bereitzustellen. Die Junior-Ranger Ausbildung basiert dabei auf einem Punktesystem. Für jeden absolvierten Baustein gibt es Punkte: 1 Punkt für Schulstunden 2 Punkte für eintägige Exkursionen 3 Punkte für Mehrtagesprogramme wie Naturerlebnistage in der Eng oder die Expedition Karwendel Die Teilnahme wird jeweils durch einen ansprechenden Aufkleber im Ranger-Sammelpass dokumentiert und mit der Unterschrift des/der jeweiligen Naturparkführers/in bestätigt. Wurden mindestens 5 Punkte gesammelt, dann ist die erste Stufe geschafft und man darf sich Junior-Ranger-Anwärter nennen. Ein entsprechender Sticker sowie ein Aufnäher belegen dies. Werden weitere Punkte gesammelt, dann kann nach Erreichen von mindestens 10 Punkten die „Prüfung“ zum Junior-Ranger abgelegt werden. Nach erfolgreichem Bestehen erhalten die Kinder bzw. SchülerInnen im Rahmen eines kleinen Festes das Junior-Ranger-Abzeichen und zahlreiche weitere Materialien. Unser Ziel ist es, besonders interessierte Kinder bzw. SchülerInnen stärker an den Naturpark zu binden, um in der Folge auch ihre Eltern dafür zu interessieren. Ist die Junior Ranger Ausbildung erfolgreich absolviert, winken exklusive Exkursionen und Kurse nur für unsere Nachwuchs-Naturspezialisten und deren Familien. Darüberhinaus gibt es jeden 2. Samstag im Monat ein spezielles Junior-Ranger-Angebot, das in Form eines Jahresprogramms auf der Homepage und mittels eines Flyers beworben wird.

KooperationspartnerInnen

Land Tirol, Abt. Umweltschutz, Innsbruck Swarovski Optik, Absam Ortovox, Schladming Fliegenfischen mit Herz, Wörgl Naturparkschulen in Vomp, Absam, Scharnitz, Eben, Pertisau Naturparkkindergarten/-Hort, Maurach

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Aufgrund der sehr positiven Resonanz werden laufend neue Module entwickelt, um dem Wissenshunger v.a. der Naturparkschulen Rechnung zu tragen. Eine schon bestehende Kooperation mit Swarovski Optik wurde aufgrund des stringenten Konzepts noch weiter ausgebaut, was sich in Form einer längerfristigen finanziellen Unterstützung des Junior-Ranger-Programms widerspiegelt.

Ergebnisse / Produkte

Unser im Karwendelprogramm 2020 definiertes Ziel ist es, dass bis 2020 mindestens 5.000 Kinder an unserem Junior-Ranger-Programm teilgenommen haben, davon 1.000 als JR-Anwärter und 150 als Junior-Ranger ausgezeichnet werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Umweltbildungsseite der Homepage (www.karwendel.org) wurde komplett neu überarbeitet. Eintägige, mehrtägige und spezielle Angebote werden darauf informativ dargestellt. In einem Jahresprogrammflyer werden die Montatstermine übersichtilich präsentiert. Ergänzt wird die Öffentlichkeitsarbeit durch diverse Berichterstattungen in der Presse (Tiroler Tageszeitung, Bezirksblätter, Kronenzeitung, Gemeindeblätter,...).

Finanzierung

öffentlich finanziertEinnahmen durch Mitgliedsbeiträge, Verkauf von Produkten, Kursen etc.Sponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Unsere Prinzipien Mehr als die Summe seiner Teile Der Naturpark Karwendel beschränkt sich nicht auf jene Personen, die im Verein ihre berufliche Heimat gefunden haben. Der Naturpark lebt von dem erfolgreichen Zusammenspiel mit den Gemeinden, Tourismusverbänden und allen anderen Akteuren in der Region. Wir reden miteinander! Wir kommunizieren auf Augenhöhe und tragen durch eine aktive Kommunikation („Bring-Schuld“) unseren Teil dazu bei, dass die Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Interessen funktionieren kann. Die Abstimmung der Naturparkziele mit anderen Interessen und Zielsetzungen ist ein zentrales Moment in unserer Arbeit. Vorbild sein! Wir wollen mit unserem Handeln und unserer Arbeit Vorbild in der Region sein und möchten die Qualität des Arbeitens immer weiterentwickeln – wie wir es beispielsweise mit den Qualitätskriterien zum Besuchermanagement bereits realisiert haben. Wir wollen begeistern! Durch unsere persönliche Begeisterung für die Natur und unsere Arbeit im Naturpark schaffen wir Verständnis für die Sensibilität des Lebensraums, einen Mehrwert für alle Besucher und finden engagierte Partner für unsere Projekte. Der Vergleich spornt uns an Bereits in den letzten Jahren haben wir an zahlreichen Wettbewerben und Zertifizierungen teilgenommen. Die dabei erlangten Auszeichnungen sind für uns einerseits Bestätigung unserer Arbeit, aber andererseits auch Ansporn, uns täglich um eine weitere Verbesserung zu bemühen. Regionalität zuerst Wo immer es den Förderrichtlinien entspricht, die Qualität ebenbürtig und es wirtschaftlich vertretbar ist, vergeben wir unsere Aufträge an Unternehmen aus der Region. Karwendelprogramm 2020 als Rückgrat Das vorliegende Programm bildet das inhaltliche Rückgrat unserer Arbeit. Es gibt uns Orientierung und konkrete Anleitungen, um in der täglichen Arbeit den Überblick zu bewahren. Es erlaubt uns aber auch auf neue Entwicklungen zu reagieren und Chancen zu nützen. (Aus: Karwendelprogramm 2020. Prinzipien)

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Der Naturpark nimmt sich dreier inhaltlicher und zweier organisatorischer Schwerpunkte an. Die Aktivitätsfelder „Naturschutz“, „Tourismus“, „Umweltbildung“ sowie die Bereiche „Kommunikation“ und „Organisation“ wurden und werden aktiv (weiter-)entwickelt. (aus: Alpenpark Karwendel - Karwendelprogramm 2013: Perspektiven, Ziele, Projekte) Bei Führungen und Veranstaltungen wird auf Überschneidungsbereiche eingegangen: Biologie, Geologie, Zoologie, Ökologie (Natur schützen)sowie Land-, Forst- Almwirtschaft, Jagd, Tourismus (Natur nützen). Auch die Naturparkführer kommen aus ganz verschiedenen Bereichen - von der Kinderkrankenschwester über Geografen, Biologen, Landschaftsgärtner bis hin zum Philosophen und Rentner. Alle eint jedoch das besondere naturkundliche Interesse, das sich in Form ihrer Zusatzausbildung zum Tiroler Naturführer auszeichnet.

Methodenvielfalt
Die Methodenvielfalt kommt am Stärksten in den Bereichen der eintägigen Programme, Expedition Karwendel und Karwendel-Olympiade zum Tragen. Spielerische Informationsvermittlung stellt für SchülerInnen eine interessante und teilweise neuartige Form von "Lernen" dar. Exponate, Schaustücke, eigene Erhebungen und Messungen, Lernspiele und Übungen zur Sinnesschärfung sind ein Teil der Vermittlung von Wissen und Information bei Veranstaltungen des Naturpark Karwendel. Bei den eintägigen Veranstaltungen erhalten die Kinder Infoblätter "Was habe ich heute gelernt", die sie in ihrer JR-Sammelmappe abheften können und immer wieder nachlesen können.

Partizipationsorientierung
Partizipation ist im Naturpark Karwendel ein tragender Baustein und für die Durchführbarkeit der Programme essentiell. Die Verschiedenheit der Ausbildung/Qualifikation der Naturpark-FührerInnen ist ein Qualitätsmerkmal, da sich ein jeder mit seinem Wissen in die Programmentwicklung einbringen und die Führungen durch sein Spezialwissen bereichern kann. Die Palette reicht dabei von Biologen, Ökologen, Geographen, Waldpädagogen bis hin zum Philosophen.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Die Kinder erhalten nach jedem Programm eine kurze Zusammenfassung in Form eines Arbeitsblattes "Was habe ich gelernt?", das sie in ihrer Sammelmappe abheften können. So füllt sich über die Zeit ihr Ordner. Darüber hinaus kann das Gelernt dann Zuhause mit den Eltern, Großeltern, etc. besprochen und diskutiert werden. Die Kinder fungieren somit als Multiplikatoren in ihren Familien. Bei speziellen Familientagen kann dann die gesamte Familie am Umweltbildungsprogramm teilnehmen. Der Austausch erfolgt hierbei dann auf verschiedenen Ebenen. Die Eltern berichten häufig von der Beigeisterung der Kinder, die von dem Erlebten und Gelernten nach den Aktionstagen erzählen.

Partnerschaften und Netzwerke
Der Naturpark Karwendel ist vernetzt im Rahmen der Tiroler Schutzgebiete (eigene Plattform, koordiniert vom Land Tirol, Abt. Umweltschutz), in der ARGE Naturparke, der alle 5 Tiroler Naturparks angehören sowie im Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ). Im Rahmen der Naturparkschulen und -Kindergärten besteht eine ganz besondere, intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Naturpark. Bei gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen werden auch der Austausch untereinander gefördert und gemeinsam neue Programmideen entwickelt.
Letzte Änderung: 30.08.2019
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Wirkungsbereiche


Tirol

Laufzeit


10.07.2017 - Projektende offen

Bildunsgbereiche


Vorschule + 1.-4. Schulstufe
5.-13. Schulstufe
Außerschulische Jugendbildung
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)

Themenbereiche


Klima- und Umweltschutz
Natur / Biologische Vielfalt
Wasser

Durchführende Organisation

Naturpark Karwendel

Unterer Stadtplatz 19

6060 Hall in Tirol

0664-88446225 anton.heufelder@karwendel.org
https://www.karwendel.org/
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