Der Vielfaltstag - Lernen im Grünen

Logo Der Vielfaltstag - eine Kooperation zweier Schulen - führt die Lernenden aus ihrem täglichen Lernumfeld, schafft Raum für Erkundung der Natur und fördert offenes Aufeinanderzugehen und Arbeiten im Team mit bis dato unbekannten Personen - kurz: der Vielfaltstag bietet Inspiration!

Darstellung

Der „Vielfaltstag“ – eine Kooperation der HBLA Sitzenberg und des IBC Hetzendorf – stellt ein Projekt zur Förderung kooperativen Lernens und eines nachhaltigen Umweltbewusstseins dar. Im Zentrum stehen die Schülerinnen und Schüler zweier sehr unterschiedlicher Schulen, welche gemeinsam an Hand von Experimenten und Selbsterfahrungen Inhalte zu den Themen ökologische Funktionen, Artenvielfalt und ökonomische Bedeutung von Tieren und Pflanzen erarbeiten sollen. Dabei greifen die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliches Vorwissen und einen sehr unterschiedlichen Erfahrungsschatz zurück. Durch die Arbeit in zufällig zusammengestellten Teams soll die Kooperationsfähigkeit gefördert werden. Die Notwendigkeit zur gegenseitigen Unterstützung und Anleitung zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels soll dem Konzept gesellschaftlicher Diversität Rechnung tragen. Ganz nach dem Motto „Klasse ist überall“ (Zitat Renate Chorherr – Pädagogische Leiterin der W@lz – Wiener Lernzentrum, 1140 Wien) verfolgt der „Vielfaltstag“ zudem das Ziel, Schülerinnen und Schüler ganz nah am Handlungsfeld Natur und Umwelt – also nicht im Klassenzimmer - persönliche Erfahrungen zu den Themen Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge machen zu lassen. Im Stationenbetrieb haben die Jugendlichen die Möglichkeit theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen bzw. Gelerntes hautnah und lebensecht zu überprüfen. An 8 Stationen werden die Lernenden aufgefordert naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen und Ergebnisse festzuhalten, nah an unterschiedliche Tierarten herangeführt oder verführt, mit allen Sinnen die Vielfalt der Natur zu erforschen. Der Vielfaltstag soll • Sensibilisieren für die Vielfalt der Natur • Ökologische Abläufe in der Praxis verdeutlichen • Ökologische und ökonomische Bedeutung von Tier & Pflanze veranschaulichen • Schutzfunktion der Natur insbesondere des Bodens veranschaulichen • Kooperatives Lernen und Denken fördern • Diversität leben Spaß und Freude spielen beim Lernen eine wesentliche Rolle, damit sich auch der Erfolg einstellen kann. Schülerinnen und Schüler erinnern sich gut und gerne an das, was Spaß gemacht hat und lustig war. Der Vielfaltstag soll diese Kriterien erfüllen – er soll lange in den Köpfen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bleiben: Überlegungen zu den Faktoren Spaß und Freude: • Auflockerndes Kennenlerngespräch • Kreativität und Gestaltungsfreiheit beim Reimen • Gemeinsam Essen • Teamgeist bei den Stationen

KooperationspartnerInnen

HBLA Sitzenberg Landwirtschaft und Ernährung Schlossbergstraße 4 3454 Sitzenberg-Reidling

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Zweifelsohne ist die Organisation eines Projekts, an dem mind. 2 unterschiedliche Schulen beteiligt sind, mit Anstrengung verbunden - aber es lohnt sich. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren äußerst positiv. So wurden neue Kontakte geknüpft, Lust am gemeinsamen Erarbeiten von Inhalten geweckt und neue Regionen kennengelernt! Dank des Top-Jugendtickets ist eine kostenlose Anreise innerhalb NÖ und Wien möglich und die Städterinnen und Städter waren begeistert von der Schule im ländlichen Raum!

Ergebnisse / Produkte

Der Vielfaltstag soll • Sensibilisieren für die Vielfalt der Natur • Ökologische Abläufe in der Praxis verdeutlichen • Ökologische und ökonomische Bedeutung von Tier & Pflanze veranschaulichen • Schutzfunktion der Natur insbesondere des Bodens veranschaulichen • Kooperatives Lernen und Denken fördern • Diversität leben

Öffentlichkeitsarbeit

Das Projekt wird in Form einer Projektarbeit zusammengefasst und über das Netzwerk ÖKOLOG publik gemacht. Zudem finden sich eine Verlinkung zum Projekt auf den Schulhompages.

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Die Lernenden erforschen durch Selbststätigkeit stoffliche Kreisläufe der Natur. Der Erhalt vielfältiger Naturräume, die nachhaltige Bewirtschaftung von Böden und deren Wert für Ernährung und Erholung wird gespürt und verinnerlicht. Das Kosten regionaler Produkte bzw. Nahrungsmittel schärft die Sinne für nachhaltiges Konsumverhalten.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Was hat Artenschutz und Artenvielfalt mit Kosmetik und Lebensmitteln zu tun? Unter anderem dieser Frage wird nachgegangen, indem die Schülerinnen und Schüler aufgefordert sind, persönliche Erfahrungen der ökonomischen Bedeutung von Kräutern und Pflanzen zu machen. Auch der Erhalt und die Kultivierung von Vielfalt für kulinarische Vergnügen, dem Schutz des Bodens zum Erhalt von Trinkwasser, dem Erleben von Formen der Haltung und Pflege von Nutztieren wird Rechnung getragen.

Kritisches Denken und Problemlösen
Durch das hautnahe Erleben von Insekten und deren Lebensraum werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, den Nutzen ökologischer Vielfalt zu erkennen. Jedem im Projekt erlebten Lebewesen fällt eine bestimmte Aufgabe im Ökosystem zu. Die Schülerinnen und Schüler können erkennen, wie wertvoll Lebensraumvielfalt ist. Das Projekt soll die Urteilsfähigkeit der Lernenden in Bezug auf Landschaftsschutz, dem Einsatz von Insektiziden, Bodenschutz und Lebensmittelsicherheit fördern.

Methodenvielfalt
Durch selbststätiges Lernen anhand von Experimenten, dem Aufstellen von Hypothesen und deren Begründung anhand von dokumentierten Ergebnissen wird Natur erfahren und erkundet. In den Lerngruppen steht Selbstorganisation und Kooperation im Vordergrund. Die Gruppen sind aufgefordert Gemeinschaftsergebnisse und keine Einzelergebnisse abzuliefern. Zudem werden in den einzelnen Stationen alle Sinne der Schülerinnen und Schüler angesprochen – am Vielfaltstag wird mit allen Sinnen geforscht. Durch die Arbeit im Freien sollen die Schülerinnen und Schüler auch den entspannenden und zugleich kreativitätsfördernden Einfluss der grünen Umgebung wahrnehmen.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Die Lernenden erleben hautnah, dass die Rohstoffe für Produkte unseres Alltags wie Seifen, Tees, Duftstoffe, Lebensmittel und Genussmittel aus der Natur stammen und es bestimmte ökologische Faktoren braucht, damit diese Rohstoffe wachsen und gedeihen können. Ein geschlossener ökologischer Stoffkreislauf in Form eines Komposthaufens kann selbstständig erforscht werden und im Experiment werden persönliche Erfahrungen im Bereich Bodenfunktion gemacht. Das Erleben und Fühlen von Nutztieren und die Jause einmal anders soll zum Nachdenken anregen und Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln fördern – ganz im Sinne der Vermeidung von Lebensmittelabfällen und dem Wirtschaften in Kreisläufen zum Erhalt natürlicher Ressourcen.

Partnerschaften und Netzwerke
Das Projekt ist eine Kooperation zweier Schulen, die sich durch ihre örtliche Lage und ihre inhaltlichen Schwerpunkte sehr unterscheiden. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit unterschiedliche Kulturen (Stadt – Land) kennen zu lernen und Erfahrungen und Wissen durch gegenseitige Unterstützung auszutauschen. Ziel ist es in der Gruppe, die zufällig und bunt zusammengemischt wird, durch Kooperation voneinander und miteinander zu lernen.
Letzte Änderung: 05.09.2018
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Wirkungsbereiche


Niederösterreich
Wien

Laufzeit


10.02.2018 - 19.06.2018

Bildunsgbereiche


5.-13. Schulstufe

Themenbereiche


Abfall und Beschaffung
Energie
Gesundheit/Ernährung
Globales Lernen
Klima- und Umweltschutz
Konsum
Mobilität
Natur / Biologische Vielfalt
Wasser
Wirtschaft

Durchführende Organisation

ibc hetzendorf

Hetzendorfer Straße 66-68, Ausweichquartier 1050, Kriehubergasse 24-26

1120 Wien

+4369912262054 epalatin@ibc.ac.at
http://www.ibc.ac.at
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