HEUTE für MORGEN

Die Generation von HEUTE kümmert sich um die Wälder von MORGEN durch Pflanzen und Pflegen von Zukunftsbaumarten

Darstellung

Im Naturpark Sparbach, welcher zum Forstbetrieb Sparbach gehört, ist es ein Anliegen, die Waldgebiete im Naturpark Sparbach im Sinne der Nachhaltigkeit für zukünftige NaturparkbesucherInnen zu bewirtschaften. Weite Flächen des Naturparkes sind Waldbestände und entsprechend überwiegend dem FFH-Lebensraumtyp „Mullbraunerde-Buchenwälder“. Um die Vegetationsentwicklung einer Aufforstungsfläche und der sich zu Beginn bildenden Krautschicht bei ausbleibendem Wilddruck zu untersuchen und zu dokumentieren, wurde im Winter 2016/17 eine etwa 3000 m² große Fläche im Naturpark ausgewählt. Nach der Holzernte und der Vorbereitung der Bodenoberfläche mit einem Forstmulcher, erfolgte die Einzäunung der Fläche. Im Rahmen des Projektes „HEUTE für MORGEN“ wurden nun gemeinsam mit den Kindern der zweiten Klassen der Naturparkschule - der Volksschule Hinterbrühl – Anfang April 2017 die Aufforstung mit Zukunftsbaumarten (Eichen und Elsbeeren) durchgeführt, auch der Bürgermeister der Gemeinde Hinterbrühl, Herr Erich Moser, ließ es sich nicht nehmen gemeinsam mit der Direktorin der Volksschule, Frau Barbara Krems, ebenfalls Bäumchen zu setzen. In den folgenden Jahren haben die Kinder die Möglichkeit die von ihnen gesetzten Bäumchen zu beobachten und zu begleiten. Auch für alle anderen Klassen der Naturparkschule wird der Besuch dieser Aufforstungsfläche fixer Bestandteil im Naturparkschule Bildungskalender. Neben dem Kennenlernen der forstlichen Tätigkeiten wird auch der Aspekt des sozialen Lernens im Sinne der Nachhaltigkeit durch diese Maßnahme angesprochen. In den nächsten Jahren werden die Pflegearbeiten den Fokus auf die Reduktion der sicherlich aufkommenden Krautschicht legen. Etwa um das Jahr 2030 wird das Wachstum der Bäume soweit fortgeschritten sein, dass der Zaun entfernt werden kann. Ab diesem Zeitpunkt sind forstliche Pflegemaßnahmen in immer größer werdenden zeitlichen Abständen durchzuführen und haben das Ziel im Endbestand je einen Baum auf einer Fläche von 10x10 m zu haben.

KooperationspartnerInnen

Naturpark Sparbach Naturparkschule - Volksschule Hinterbrühl Land Niederösterreich - Abteilung Naturschutz Das Projekt „HEUTE für MORGEN“ wird im Rahmen des Programmes LE 14-20 mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niederösterreich finanziert.

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Da das Projekt erst am Beginn steht kann hier noch nichts berichtet werden. Durch den extrem trockenen Sommer 2017 wurden bei den gepflanzten Bäumchen hohe Ausfälle verzeichnet. Diese werden nun im Herbst 2017 nachgesetzt. Auch diese Tatsache wird den Kindern kommuniziert.

Ergebnisse / Produkte

Da der Durchführungszeitraum offen ist, kann nur für den im Rahmen des LE Projektes laufenden Zeitraum diese Punkte angegeben werden: Im Rahmen des Projektes „HEUTE für MORGEN“ wurden nun gemeinsam mit den Kindern der zweiten Klassen der Naturparkschule - der Volksschule Hinterbrühl – Anfang April 2017 die Aufforstung mit Zukunftsbaumarten (Eichen und Elsbeeren) durchgeführt. In den folgenden Jahren haben die Kinder die Möglichkeit die von ihnen gesetzten Bäumchen zu beobachten und zu begleiten. Auch für alle anderen Klassen der Naturparkschule wird der Besuch dieser Aufforstungsfläche fixer Bestandteil im Naturparkschule Bildungskalender. Neben dem Kennenlernen der forstlichen Tätigkeiten wird auch der Aspekt des sozialen Lernens im Sinne der Nachhaltigkeit durch diese Maßnahme angesprochen. In den nächsten Jahren werden die Pflegearbeiten den Fokus auf die Reduktion der sicherlich aufkommenden Krautschicht legen

Öffentlichkeitsarbeit

Zur Zeit findet sich ein erster Bericht auf der Homepage des Naturparks Sparbach. In Vorbereitung ist die Projektinformation für die Homepage des Verbandes der Naturparke Österreichs, ebenso wie ein Artikel für die Zeitung Umwelt & Energie. Das Projekt wurde beim Hans Czettel Preis und beim Energy Globe Award eingereicht. An den regionalen Zeitungen sind ebenfalls Meldungen ergangen.

Finanzierung

öffentlich finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Schon im Titel: HEUTE für MORGEN ist wohl ein Hauptmotto des Leitbilds für Nachhaltige Entwicklung enthalten. Die heutige Generation (Kinder der 2. Klassen der VS Hinterbrühl) kümmern sich um die Wälder von MORGEN durch das Pflanzen und in der Folge, durch das Pflegen von sogenannten Zukunftsbaumarten. Gepflanzt wurden Eichen und Elsbeeren, Baumarten, die mit den zu erwartenden Veränderungen durch den Klimawandel wohl gut zurecht kommen werden. Damit werden die Kinder zu BotschafterInnen für nachhaltige Bewirtschaftung von Waldgebieten, sie lernen durch gemeinsames Tun die Arbeit im Wald kennen und die vielfältigen Aspekte der nachhaltigen Forstwirtschaft. Als Kinder der Naturparkschule entwickeln sie durch dieses Projekt noch einmal mehr und intensiveren Bezug zum Naturpark, dieses Lernen mit Bezug können sie zu Hause an ihre Familien weitergeben, sie werden dadurch zu BotschafterInnen der gelebten Nachhaltigkeit im Naturpark Sparbach.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Ökologisch und ökonomische Aspekte lassen sich anhand eines "Zukunftswaldes" sehr gut als Themen transportieren. Fächerübergreifendes Lernen durch Arbeiten an Themen wie: warum ernten wir Holz, warum werden Bäume jetzt so knapp gesetzt, wie viele der heute gesetzten Bäume sind in etwa 150 - 200 Jahre erntereif, was wird in den Jahr(hundert) dazwischen alles passieren - all diese Themen werden im Rahmen des Projektes samt der begleitenden Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung transportiert.

Zukunftsorientierung
HEUTE für MORGEN, hier steckt im Titel bereist die Zukunftsorientierung. Die bereits im Punkt: Mehrperspektivität / Transdisziplinarität angeschnittenen Fragen treffen auch hier bei Zukunftsorientierung den Kern der Sache.

Globale Perspektive
Das Tun in der Region, im Naturpark kann als Anknüpfung dienen - als Anstoß - vom regionalen Tun und Handeln zu den globalen Perspektiven zu blicken. Klimawandel, Baumarten für die Zukunft - das sind Themen mit globalem Bezug, genau so wie auch mit regionalem Bezug. In unserem Projekt bedingten diese Perspektiven die Wahl der Baumarten.

Kritisches Denken und Problemlösen
Da das Projekt erst am Beginn steht, kann hier noch keine Reflexion stattfinden.

Methodenvielfalt
Lernen in und mit der Natur bietet von sich aus ein sehr vielfältiges Spektrum an Methoden und Aktionen um Inhalte und Themen zu vermitteln. Durch die "Arbeit" Pflanzen setzen, lernen die Kinder Arbeitsfelder kennen und erleben diese, die weit über den Lehrplan hinausgehen. Das selbstständige Tun beim Pflanzen, die in Zukunft geplanten gemeinsamen Pflegemaßnahmen ermöglichen mit vielfältigen Methoden begleitetes Lernen.

Partizipationsorientierung
Die Partizipationsorientierung ist in diesem Projekt nicht besonders gut umsetzbar, da es sich um ein Projekt des Naturparkes handelt, das über eine bestimmte Förderschiene abgewickelt wird. Es wurde dennoch gemeinsam mit der Naturparkschule der "Fahrplan" für das Projekt festgelegt, die AnsprechpartnerInnen sind jedoch die Lehrkräfte und die Direktorin. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Naturparkschule ist der besuch dieses Bereiches im Naturpark fixer Bestandteil der Bildungsarbeit. Neben dem Beobachten des Wachsens der Bäumchen, soll hier den Kindern ein Einblick in die nachhaltige Waldbewirtschaftung gegeben werden. So es passt, arbeiten die Kinder aktiv mit und tragen so ihren Teil zum Gelingen des Projektes bei.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Der fachliche Bereich umfasst die klassische forstliche Tätigkeit des Aufforstens und der nachfolgenden Pflegemaßnahmen. Diese Inhalte werden - wenn überhaupt - im Sachunterricht vermittelt. Erlebt und selbst daran beteiligt zu sein, stellt einen tollen Mehrwert dieses Projektes dar. In wie weit die gemachten Erfahrungen bzw. die noch zu machenden Erfahrungen Teil der Lebenswirklichkeit der Lernenden sein werden, darüber kann zu diesem frühen Zeitpunkt des Projektes eigentlich keine ernsthafte Aussage getätigt werden. Als Basis für solche lebensweltlichen Erfahrungen, als Anstoß, dazu wird dieses Projekt allemal seine Wirkung tun.

Interne offene Lernprozesse
zu den Lernprozessen und deren Reflexion wird erst zu einem späteren Zeitpunkt des Projektes berichtet werden können. Die Rahmenbedingungen dafür wurden jedenfalls in der Projektkonzeption geschaffen.

Partnerschaften und Netzwerke
Durch das gemeinsame Arbeiten während der Pflanzarbeiten wurde ein Baustein für Teamarbeit und Gemeinsinnorientierung gelegt. Die in Zukunft folgenden gemeinsamen Pflegearbeiten sollen diese Basis weiter festigen.
Letzte Änderung: 15.09.2017
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Wirkungsbereiche


Niederösterreich

Laufzeit


04.04.2017 - Projektende offen

Bildunsgbereiche


Vorschule + 1.-4. Schulstufe
5.-13. Schulstufe
Hochschulbildung
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung
Betriebliche Aus- und Weiterbildung
Bildungsprojekte im ländlichen Bereich
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)

Themenbereiche


Klima- und Umweltschutz
Land- und Forstwirtschaft
Natur / Biologische Vielfalt
Stadt & Land nachhaltig entwickeln

Durchführende Organisation

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