Projekt EmoX - Elektromobilität erfahren

Logo Entlang der bevölkerungsstarken Achsen Wien – St. Pölten und Wien – Wiener Neustadt („e-pendler Modellregion“) konnten Elektrofahrzeuge, insbesondere e-Autos von der Bevölkerung getestet werden. Als Produkt wurde ein Informationsset als Entscheidungshilfe zum eigenen E-Auto entwickelt.

Darstellung

Projekt EmoX – Elektromobilität erfahren Ziel: Ziel des Projekts war es, dass in Niederösterreich, entlang von Wien – St. Pölten und Wien – Wiener Neustadt („e-pendler Modellregion“) Elektrofahrzeuge, insbesondere e-Autos von der Bevölkerung getestet werden konnten. Die beiden Regionen sind für die e-Mobilität interessant, weil hier eine hohe Bevölkerungsdichte vorherrscht und besonders viele kurze und mittlere (Pendel-) Distanzen vom Erst- oder Zweitauto auf das Elektrofahrzeug (e-Auto, e-Scooter, e-Bike) verlagert werden können. Derzeit bestehen große Hemmschwellen für Elektromobilität: es gibt zwar eine Vielzahl an Förderungen, um die Anschaffung eines Fahrzeuges für Interessierte attraktiver/ leistbar zu machen, jedoch sind viele Fragen hinsichtlich der alltäglichen Nutzung ungeklärt (z.B. e-Fahrzeugtücken, Versicherung der Batterie, Wiederverkaufswert, Nothilfe wenn die Batterie unterwegs leer wird, etc.). Hier finden Interessierte auch keine verlässlichen Informationen die aus unabhängigen Quellen d.h. nicht von den Herstellern oder Fördergebern stammen. Im Rahmen von EmoX sollte die bereits vorhandene Erfahrung der e-PionierInnen mit der Elektromobilität genutzt werden, Lösungen für die von ihnen eruierten Problemlagen identifiziert werden und diese für eine breites Publikum nutzergerecht aufbereitet werden. Zusätzlich sollten e-Interessierte im Rahmen von Testaktionen selbst die Möglichkeit haben e-Fahrzeuge zu testen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Aufbau des Projekts: EmoX war somit ein modular aufgebautes Projekt, das das Wissen der e-PionierInnen nutzt und ergänzt mit ExpertInnenwissen nutzergerecht einem breiten Interessenspublikum zugänglich macht. Basierend auf den Erfahrungen von e-PionierInnen in Zusammenarbeit/ im Austausch mit ÖAMTC TechnikerInnen und ExpertInnen der Energie- und Umweltagentur Betriebs-GmbH und des ÖAMTC wurde praktisches, nutzungsrelevantes Wissen rund um e-Mobilität erarbeitet und in einem EmoX-Set für Interessierte aufbereitet. Weiters wurde die „e-interessierte“ Bevölkerung bei Gemeindefesten und Events über Testaktionen mit Infostand erreicht. In jeder der beiden Regionen trug die Energie- und Umweltagentur Betriebs-GmbH zwischen Frühjahr und Herbst 16 Aktionen gemeinsam mit den Gemeinden aus. Zusätzlich veranstaltete der ÖAMTC zwei Mal einen EmoX Schauplatz bei dem Interessierte die Möglichkeit hatten beinahe alle gängigen e-Automodelle zu testen und sich von unabhängigen Expertinnen und Experten beraten zu lassen. Die Events fanden in Kooperation mit den E-Fahrzeugherstellern / Händlern statt. Projektbegleitend wurden, um Sicherheit für ElektromobilitätsnutzerInnen aufzubauen, die e-Kompetenzen beim ÖAMTC aus-/aufgebaut (Pannenhilfe, Technische Beratungs- und Dienstleistungen zur Fahrzeugwartung, Ladestelle, Schulungen für Rettungseinsätze, etc.). Personen die sich für Elektromobilität interessierten, hatten dann die Möglichkeit, in einem der beiden zukünftigen ÖAMTC e-Mobilitätskompetenzzentren (Baden und St. Pölten) vorbeizukommen und beim ÖAMTC Fachpersonal spezifische Infos zu den Fahrzeugen zu bekommen (Sicherheitsaspekte, Wartung etc.). In den Büros der Energie- und Umweltagentur in der Region (St. Pölten, Mödling, Wr. Neustadt) sowie an den ÖAMTC Kompetenzstandorten konnte sich die lokale Bevölkerung und weitere Interessierte das EmoX-Set und Broschüren zu Förderungen, Infrastruktur (Laden) und e-Fahrzeugkauf abholen. http://www.enu.at/e-mobilitaet-erleben Informationen zum EmoX-Set Informationsset: 10 Karten A5 querformat, doppelseitig bedruckt, in Karton-Sammelbox Das EmoX-Informationsset dient als Entscheidungshilfe am Weg zum eigenen E-Auto. Durch 10 Karten kann man anhand der behandelten Themen selbst feststellen, wie weit man das Mobilitätsbedürfnis mit einem E-Auto abdecken kann. Die Karteninhalte reichen von Fahrgefühl und Alltagstauglichkeit über Laden und Langstrecken bis zu Modellüberblick und Nachhaltigkeit. Erschienen: 1. Auflage: Mai 2015 2. überarbeitete Auflage: April 2016 Herausgeber: NÖ Energie- und Umweltagentur Betriebs-GmbH und Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) Das Infoset kann kostenlos im eNu-Shop bestellt werden und steht als Download für Computer und eBook (iPad) zur Verfügung. http://www.enu.at/e-auto-infoset

KooperationspartnerInnen

Lead: Energie- und Umweltagentur NÖ Betriebs-GmbH Subpartner: ÖAMTC

Ergebnisse / Produkte

EmoX-Set: Das EmoX-Informationsset dient als Entscheidungshilfe am Weg zum eigenen E-Auto. Testaktionen und Infoevents der Energie- und Umweltagentur Betriebs-GmbH: Zwischen Frühjahr und Herbst 2015 16 Aktionen gemeinsam mit den Gemeinden. EmoX-Schauplatz des ÖAMTC: der ÖAMTC veranstaltete zwei Mal einen EmoX Schauplatz bei dem Interessierte die Möglichkeit hatten beinahe alle gängigen e-Automodelle zu testen und sich von unabhängigen Expertinnen und Experten beraten zu lassen. Die Events fanden in Kooperation mit den E-Fahrzeugherstellern / Händlern statt. Ausbau der e-Kompetenzen beim ÖAMTC in den Bereichen Pannenhilfe, Technische Beratungs- und Dienstleistungen zur Fahrzeugwartung, Ladestelle, Schulungen für Rettungseinsätze Informationen zu e-Mobilität: In den Büros der Energie- und Umweltagentur in der Region (St. Pölten, Mödling, Wr. Neustadt) sowie an den ÖAMTC Kompetenzstandorten konnte sich die lokale Bevölkerung und weitere Interessierte das EmoX-Set und Broschüren zu Förderungen, Infrastruktur (Laden) und e-Fahrzeugkauf abholen.

Öffentlichkeitsarbeit

EmoX wurde durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit begleitet (Bewerbung der Aktionstage, Dissemination des EmoX-Sets, Website, „autotouring“ Ostregion, Presseaussendungen, Umwelt & Energie etc.). http://www.enu.at/bereit-fuer-den-umstieg-auf-elektro-mobilitaet

Finanzierung

öffentlich finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Elektromobilität ist ein Thema, dass in Zukunft sehr wichtig sein wird, aber auch in der Gegenwart schon einen hohen Stellenwert hat. Je nach Gruppe (Pendler, Besitzer von E-Autos, zukünftige Interessenten von E-Autos, Automobilklubs, usw.) gibt es unterschiedliche Interessen zu diesem Thema. Mit dem Projekt EmoX sollen die Zugänge zur Elektromobilität für die verschiedenen Gruppen erweitert werden und ökologische, soziale und ökonomische Aspekte in die Informationen einfließen. Die Ergebnisse und Produkte des Projekts sollen das Wissen zur Elektromobilität erweitern, zu einer kritischen Auseinandersetzung des eigenen Handelns führen und die Lernenden dazu bringen, sich für neue, zukunftsfähige Lösungen einzusetzen.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Im Projekt wird das Thema Elektromobilität von verschiedenen Perspektiven betrachtet und Informationen über unterschiedliche Lernkanäle vermittelt. Beispiele: Das EmoX-Informationsset liefert Informationen in schriftlicher Form als Entscheidungshilfe zum Kauf, die Testaktionen ermöglichen ein praktisches Ausprobieren von Elektrofahrzeugen, auf den EmoX-Schauplätzen wurden Fragen von ExpertInnen beantwortet und es fanden Kontakte zu Händerln statt und es wurden auch die Kompetenzen der DienstleistungsanbieterInnen ausgebaut sowie Informationen von der eNu-Seite zu E-Mobilität mittels Beratungen oder Broschüren aufbereitet.

Zukunftsorientierung
E-Mobilität ist ein Thema, dass in Zukunft sehr an Bedeutung zulegen wird. Im Moment gibt es sehr viel Interesse, aber auch viele Unsicherheiten, die ein Handeln verhindern. Das Projekt möchte die Lernenden unterstützen, durch vielfältige Informationen sich kritisch mit dem eigenen Handeln und den eigenen Bedürfnissen auseinander zu setzen und eine Entscheidungshilfe zu geben. Außerdem sollen die Lernenden ermutigt werden, sich für neue, zukunftsfähige Mobilitäts-Lösungen einzusetzen.

Kritisches Denken und Problemlösen
Im Projekt war es wichtig, dass auf die Fragen der Lernenden eingegangen wird und Bedenken und Ängste ernst genommen wurden. Die Elektromobilität ist erst im Aufbau und pauschale Lösungen sind nicht möglich. Durch verschiedene Wissensquellen und Beteiligte aus unterschiedlichen Sparten konnten sich die Lernenden ein umfassendes Bild. Sie erhielten Informationen, um ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen und Lösungen für ihre Anliegen zu finden.

Methodenvielfalt
Zum Vermittlung der Inhalte werden im Projekt vielfältige Methoden angewendet: das EmoX-Set ist in übersichtlicher Kartenform und soll eine Entscheidungshilfe zum eigenen E-Auto sein. Mit Testaktionen konnte das Fahren erprobt werden, persönliche Beratungen in Mobilitätskompetenzzentren oder in regionalen Beratungsstellen wurden angeboten, gedruckte Unterlagen und online-Informationen zur Verfügung gestellt.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Das Projekt wurde entlang der bevölkerungsstarken Achsen rund um Wien angesiedelt. Dort leben Menschen, die täglich mit Pendeln konfrontiert sind und für die der Gebrauch eines E-Autos auch interessant wäre durch kurze bis mittlere Pendlerdistanzen und alltäglichen Gebrauch des Autos. Die Lernenden hatten die Möglichkeit an unterschiedlichen Aktionen teilzunehmen, sich unverbindlich zu informieren oder Autos zu testen oder unabhängig beraten zu lassen. Die Informationen wurden an die Anforderungen der Lernenden angepasst.

Letzte Änderung: 14.09.2016
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Wirkungsbereiche


Niederösterreich

Laufzeit


01.01.2015 - 30.11.2015

Bildunsgbereiche


Erwachsenenbildung
Kommunale Bildungsprojekte
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)

Themenbereiche


Klima- und Umweltschutz
Mobilität
Wirtschaft

Durchführende Organisation

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