Youth Dance Company - Tanz die Toleranz

Jugendliche fördern - Chancen erhöhen

Darstellung

Die "Youth Dance Company" richtet sich an Jugendliche, die bereits an vergangenen Projekten und Produktionen sowie Aufführungen von Tanz die Toleranz mitgewirkt haben. Vor allem Jugendliche mit Migrations- und Fluchthintergrund sollen in der Company in ihrem Werdegang gefördert werden: mit Hilfe künstlerischer Impulse lernen sie, ihre Potentiale zu entdecken und auszuschöpfen. Sie lernen, sich abseits vom gesprochenen Wort auch körperlich auszudrücken, erfahren Anerkennung und Wertschätzung.

KooperationspartnerInnen

Festspielhaus St. Pölten Caritas Einrichtungen Diverse Kunst- und Kulturinstitutionen

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

In vielen Fällen war die Teilnahme am Programm von Tanz die Toleranz der erste Berührungspunkt mit zeitgenössischer Kunst. Dieser erste Zugang wird durch die „Youth Dance Company“ aufrechterhalten, ausgebaut und intensiviert werden. Voraussetzungen für eine Aufnahme in die TDT Dance Company sind eine langfristige Teilnahme.

Ergebnisse / Produkte

1. Durch das Tanzprojekt wird das Raum-Körper-Bewusstsein der Jugendlichen in hohem Maße gefördert und dadurch das vernetzte Denken stimuliert. Lernfortschritte in den kognitiven Unterrichtsfächern werden nachgewiesenermaßen dadurch positiv beeinflusst. 2. Die Teilnehmer*innen entdecken alternative und unübliche Kommunikationswege (anstelle von gesprochener Sprache). 3. Durch die Erfahrung des eigenen Körpers wird durch den Tanz auch ein Körperbewusstsein geschaffen, sozusagen als Beitrag zum Identitätsbewusstsein, zur Identitätsfindung. 4. Kreativität ist ein zentrales Element einer modernen, wissensbasierten Gesellschaft und persönliche Kreativität ist die Voraussetzung für deren Entwicklung. 5. Bewegung wird gefördert und dabei auch der ganze Mensch gestärkt. 6. Im Mittelpunkt steht diversitätssensibles Körpertraining, das innere Ressourcen aktiviert, Ausdauer und Kraft entwickelt. 7. Prozessorientierung: die Teilnehmer*innen werden im Hier und Jetzt unterstützt. Innerhalb der ko-kreativen, choreographischen Prozesse werden auch jungendrelevante Themen aufgegriffen, um den Jugendlichen einen Ort zu bieten, an dem sie sich mit relevanten Themen auseinandersetzen und ihre eigenen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erweitern können. 8. Neugier und Forschungsdrang werden erweckt. 9. Neue Lösungen und alternative Wege werden gefunden, um Probleme zu behandeln. Neue Lernprozesse werden spielerisch erfunden. 10. Der Fokus liegt auf Kreativität und kollektivem Lernen. 11. Veränderungsprozesse auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene werden durch einen künstlerischen Ansatz eingeleitet. Diese sind in dieser Form durch herkömmliche Sozialarbeit nicht möglich. 12. Die Förderung von Chancengleichheit wird gestärkt. 13. Durch systematische Evaluation und Feedback werden die Projektbedingungen ständig verbessert und aktualisiert. 14. Inklusion und Interkulturalität sind in einem hochwertigen Kunst- und Kulturprojekt eingebettet.

Öffentlichkeitsarbeit

Angedacht ist eine Berichterstattung über das Projekt in reichweitenstarken Medien, sowie durch Social Media Kanäle sowohl von Tanz die Toleranz als auch von Kooperationspartner.

Finanzierung

öffentlich finanziertSponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Die "Youth Dance Company" ist ein interkulturelles und inklusives Projekt. Tanz soll die Begegnung zwischen den Jugendlichen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Geschlechtern und ethnischen Zugehörigkeiten ermöglichen. Die Erfahrung der gemeinsamen Entwicklung einer Choreographie, eines gemeinsamen Prozesses und die Möglichkeit, die eigene Umgebung zu erleben und aktiv zu gestalten, werden in den Tanzproben ermöglicht. Der künstlerische, ko-kreative Ansatz von Tanz die Toleranz ermöglicht auf eine effiziente Art und Weise, dass persönliche und gesellschaftliche Prozesse in Bewegung gebracht werden, die auf unterschiedlichen Ebenen große Wirkung zeigen. Die Auseinandersetzung mit Choreographie, sowie Bewegung in Zeit und Raum, dient als Instrument der sozialen Inklusion.

Zukunftsorientierung
Viele Jugendliche benötigen besondere Maßnahmen zur individuellen Förderung und Unterstützung, damit sie ihre Schlüsselkompetenzen verbessern, einen Berufswunsch finden und ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl steigern können. Jugendliche und junge Erwachsene brauchen positive Zukunftsperspektiven, um einen Sinn im Leben zu finden und sich als Teil der Gesellschaft zu sehen. Um letztendlich das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Genau hier setzt das Projekt "Youth Dance Company" an und bietet ein attraktives und passendes Angebot. Die Jugendlichen bekommen die Möglichkeit, sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und einander möglichst vorurteilsfrei gegenüber zu stehen. Sie werden dabei unterstützt, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und neue Perspektiven für die Zukunft zu erlangen.

Methodenvielfalt
Ergänzend werden Interaktionsübungen angeleitet, mit einzelnen Partner*innen, in Kleingruppen oder in der ganzen Gruppe. Dieses Gruppenerlebnis stärkt soziale Kommunikation, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit. In der Folge wird eine Reihe von technischen Übungen vermittelt, die einerseits dazu dienen grundlegende Elemente der zeitgenössischen und Urban Styles Tanztechnik zu erlernen, andererseits geben sie den Teilnehmer*innen eine sichere Basis, eine Routine im Probenprozess, in der sie sich wohlfühlen, weil sie die Übungen gelernt und verinnerlicht haben. Die Übungen werden klar, langsam, verständlich und knapp erklärt und zugleich demonstriert. Jede Übung hat eine bestimmte Wirkung: z.B. baut das Üben von Hebefiguren Vertrauen und Verantwortung auf.

Partizipationsorientierung
Partizipation und ko-kreation sind das Werkzeug, um die geplanten Ziele durch das Medium Tanz zu erreichen. Wichtig ist es, dass die Teilnahme voraussetzungsfrei ist. Die Übungen im Tanztraining sollen so erarbeitet und ausgewählt werden, dass jedem*r die Teilnahme ermöglicht wird. Nicht nur die Übungen selbst, sondern auch die Art, wie die Choreograph*innen diese Übungen verwenden, anpassen und weiterentwickeln, ist entscheidend. Der allererste Schritt bei Projektbeginn ist, einen expliziten Rahmen für den gemeinsamen Prozess zu etablieren. Dieser Rahmen besteht aus klaren Regeln und Grenzen, sowie festen Strukturen, die ein kreativitätsförderndes respektvolles Miteinander sichern. Erst wenn dieser Rahmen etabliert wird, können die Übungen stattfinden. Zu Beginn wird die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung und Erforschung des eigenen Körpers und seiner Bewegungsmöglichkeiten gelegt. Die Fokus-Übungen geben den Teilnehmer*innen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Die Teilnehmer*innen erleben sich als aktive Gestalter*innen und schaffen in gemeinsamer Tätigkeit ein Ergebnis. Sie erfahren während des Projektes Tanz als ein Medium, mit dessen Hilfe sie sich mit anderen nonverbal austauschen können, ihr individuelles Bewegungsvokabular entwickeln und sich in einem vorurteilsfreien Rahmen ausdrücken können. Den eigenen Körper als Medium zu erleben und eigene oder fremde Bilder und Geschichten in eine Körpersprache umzusetzen, beflügelt die Bewegungsphantasie. Spielräume für Assoziationen entstehen, Wahrnehmungsprozesse werden intensiviert, die Darstellung von Gefühlen wird unterstützt.

Interne offene Lernprozesse
Kreativübungen und Improvisationsaufgaben werden alleine, in Paaren oder in kleinen Gruppen erforscht. Da sie viele unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten und Lösungswege beinhalten, können die Teilnehmer*innen eigene Wege finden die Aufgaben umzusetzen und so Erfahrungen sammeln. Die Teilnehmenden werden motiviert und auf eine konstruktive Art erhalten sie bewertungsfreie Rückmeldung. Dabei wird das Entdecken und Verstärken von Potenzialen und Kreativität unterstützt. Aus den Improvisationen und dem vorgegebenen Bewegungsmaterial wird von den Teilnehmenden gemeinsam mit dem*r Choreographen*in eine Choreographie erarbeitet. Am Ende der Proben wird diese vor Publikum gezeigt. Die Aufführung ist ein wichtiger Bestandteil der Methode, ein Ziel auf das alle gemeinsam hinarbeiten und für dessen Gelingen alle verantwortlich sind. Das persönliche Potenzial wird im Hinblick auf die Erfordernisse der Choreographie und auf die Situation öffentlich zu tanzen, mobilisiert.

Letzte Änderung: 17.09.2019
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Ausgezeichnet mit:
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Wirkungsbereiche


Gesamtösterreich

Laufzeit


17.09.2019 - Projektende offen

Bildunsgbereiche


Außerschulische Jugendbildung
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)
Sonstiger

Themenbereiche


Gesellschaft, Politik
Gleichstellung von Frau und Mann
Interkulturelle Bildung und Friede
Kunst und Kultur

Durchführende Organisation

Tanz die Toleranz, ein Projekt der Caritas Wien

Absberggasse 27 / Objekt 19 / Stiege 3 / 2. Stock, 27

1100 Wien

06648429885 monica.delgadillo@caritas-wien.at
http://www.tanzdietoleranz.at/
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