Boden erleben - Eintauchen in die Bodenwelt mit interaktivem Bodenprofil

Diese Installation ermöglicht das interaktive Erkunden unbekannter Bodenwelten. Welche Geräusche hört der Maulwurf unter der Erde? Was ist Wurmgrunzen? Diesen und vielen anderen Geheimnissen rund um unseren Boden kann man nun mit der Erlebnisinstallation "BODEN erLEBEN" interaktiv auf den Grund gehen. Unter der konzeptionellen Leitung und fachlichen Begleitung des Referates Umweltbildung beim Land OÖ hat Ars Electronica Solutions diese Erlebnisinstallation entwickelt, um Umweltinformationen im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Mit dem Thema "BODEN erLEBEN" wurde die Installation am 15. April 2018 bei der "Langen Nacht der Forschung" im Ars Electronica Center Linz erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Darstellung

Der zunehmende Informationsbedarf für immer komplexer werdende Fragen stellt an die Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft viele zusätzliche Anforderungen. Das Umweltinformationsgesetz verpflichtet die Behörden, Umweltinformation und Umweltdaten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und besonders über elektronische Medien zu verbreiten. Die Erwartungen an das Vermittlungsprojekt sind, dass der Zugang zu Informationen schnell und einfach sein soll (übersichtlich, verständlich, intuitiv, rasch, kurz, barrierefrei, cool, animierend und fortlaufend), interaktiv aufbereitet und laufend weiterentwickelt (Modulsystem), angeboten im öffentlichen Raum "Centerpieces" an belebten Punkten - an Orten der Begegnung. Durch eine entsprechende einfache und spielerische Aufbereitung der präsentierten Inhalte werden Bezugspunkte zu den Nutzern hergestellt. Partizipation und Interaktion stellen die zentralen Vermittlungsstrategien der Inhalte, die mit Interesse, Freude und Neugierde von Nutzern selbst erforscht und entdeckt werden, bleiben besser im Gedächtnis als Inhalte die nur passiv konsumiert werden. Werden die selbst erforschten Inhalte zusätzlich mit alltäglichen Situationen verknüpft und möglichst viele Sinne mit einbezogen, dann werden die Themen plakativ. Eine künstlerische und nicht alltägliche Inszenierung - der Boden als Kunstobjekt im öffentlichen Raum - spricht Menschen an. Es wird die Neugierde geweckt, sich mit der Installation zu beschäftigen. Eine Wissensvermittlung auf spielerische Art und im Mehr-Sinne-Prinzip: taktil (Bodenausschnitt), visuell (Bodenausschnitt und Monitor), auditiv (Hörbilder) Somit eine erste Annäherung, Bildung für nachhaltige Entwicklung einer breiteren Zielgruppe näher zu bringen!

KooperationspartnerInnen

ARS ELECTRONICA Solution

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Fachinformationen z.B. zum Thema Boden" als niederschwelliges ansprechendes Angebot für den öffentlichen Raum; Die Gestaltung des Bodenprofils als witterungsbeständiges Kunstobjekt (spezielles Verfahren - einzigartig in Österreich) Hardware (Monitor - eintauchen in das Profil) und Software (Interaktive Elemente; Robust und stabil gegen Vandalismus; ansprechend

Ergebnisse / Produkte

Erlebnisinstallation Boden als Prototyp seit 2018 im öffentlichen Raum (derzeit auf der Landesgartenschau) eingesetzt; weitere themenspezifische Installationen in Vorbereitung

Öffentlichkeitsarbeit

Landeshomepage, Partner im öffentlichen Raum (ARS electronica, Stadt Linz, Schlossmuseum etc.) Workshops, Umweltkongress und Fachtagungen

Finanzierung

öffentlich finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
jeweils durch das Thema selbst - Transfer in den Alltag Anschaulich und bildhaft erzählte Texte mit den Geräuschen aus den Lautsprechermuscheln

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Ein interdisziplinäres Team (Entwickler, Experten und Vermittler) haben an der Umsetzung des Prototypens gearbeitet Kunst als Träger für Umweltinformationen

Zukunftsorientierung
BNE einer breiten Zielgruppe zugänglich machen (Zukunftsfeld)

Methodenvielfalt
Mit allen Sinnen, echter Ausschnitt aus dem Boden, Sachinformation, Hörbilder, Geschichten, Bodenklänge und Filme

Partizipationsorientierung
Workshops mit Pädagoginnen, Architektinnen, Kongressteilnehmerinnen, Schülerinnen etc. um Fachinformation an den Bedarf des Nutzers anzupassen (anschlussfähige Bilder, Hörgeschichten etc.)

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Durch Geschichten und Hörbilder 2 Beispiele aus den Hörbildern: Nr. 6: Wenn man in den Boden hört, kann man viel wahrnehmen vom Leben, das sich darin abspielt. Zum Beispiel hört man das Trappeln der kleinen Füße des Maulwurfs, der mit flotten vier km/h unterwegs ist. Es ist viel Leben im Boden vorhanden, so vielfältig wie im Regenwald. Sämtliche Lebewesen in einem Hektar Waldboden, das ist etwas mehr als ein Fußballfeld, können ein Gewicht von 25 Tonnen erreichen, so viel wie ein mittelschwerer Lkw. Nr. 13: Manchmal gibt es eigenartige Dinge zu hören Im Boden! Zumindest in Amerika, denn dort ist das Wurmgrunzen eine weit verbreitete Methode, um mittels Vibrationen Regenwürmer aus dem Erdreich zu locken. Dabei treiben die Wurmjäger einen Holzpflock in die Erde und versetzen ihn in Vibration indem sie mit einem Metallstab über dessen oberes Ende reiben. Durch die Vibrationen werden Regenwürmer im Umkreis von bis zu 12 Metern dazu gebracht, aus der Erde an die Oberfläche zu fliehen. Die gesammelten Regenwürmer werden später als Angelköder verwendet. Es gibt sogar ein Wurmgrunz Festival, Wurmgrunz Meisterschaften und eine Wurmgrunz Königin.

Partnerschaften und Netzwerke
Workshops mit PartnerInnen
Letzte Änderung: 30.08.2019
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Wirkungsbereiche


Oberösterreich

Laufzeit


10.09.2017 - Projektende offen

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