Atelier Schule - Loft School of Education and Art

Wir planen eine Loft-School resp. Atelier-Schule für 4-10 Jährige. Pädagogik & Kunst werden interdisziplinär vereint. In der Atelier-Schule sollen KünstlerInnen ihre Ateliers und Expertise für die Loft-School zur Verfügung stellen. PädagogenInnen und BildungsexpertenInnen bringen ihre Erfahrung und Wissen ein. Innovative Lernmethoden und künstlerische Medien schaffen ein innovatives und konstruktives Lernumfeld, dass experimentelle Arrangements und ekreatives Labors zum forschenden und kreativen Lernen eröffnen. Die Loft-School und Atelier-Schule wird auch Lern- und Forscherraum für Teams und Organisationen sein, durch Workshops und Sessions innovative Bildung in Verbindung mit Kreativität sichtbar machen.

Darstellung

Innovative Lernmethoden und künstlerische Medien schaffen ein innovatives und konstruktives Lernumfeld, dass experimentelle Arrangements und künstlerische Labors zum forschenden und kreativen Lernen eröffnen. Die Loft-School und Atelier-Schule wird auch Lern- und Forscherraum für Teams und Organisationen sein, durch Workshops und Sessions innovative Bildung in Verbindung mit Kreativität sichtbar machen. Die Atelier-Schule als Ort gesellschaftlicher Bildung leistet ihren Beitrag zur bildungspolitischen Stadtentwicklung, wo Kinder als MitgestalterInnen ernstgenommen werden. Schule als moderner Bildungsort stellt Beziehungen zwischen Schule und Umfeld her und nutzt die Vielfalt des räumlichen, materiellen und personellen Umfeldes als Lernressource. Die Atelierschule ist ein interdisziplinäres von Kindergarten und Grundschule und altersübergreifendes Modell mit fließendem Bildungsübergang. Die Atelier-Schule ist ein Ort gesellschaftlicher Bildung und sie trägt zur bildungspolitischen Stadtentwicklung bei. Kinder werden zu als MitgestalterInnen, da eine intensive Beziehung zwischen Schule und Umfeld hergestellt wird und die Vielfalt des Umfeldes als Lernressource genutzt wird.Leitprinzipien der Atelier-Schule sind Demokratie und Rechte, Partizipation, moderne Lernformen, Nachhaltigkeit, Raum als 3. Pädagoge, Repräsentation und die Realisierung eines modernen Arbeitsmodells. Eine Kultur des Atelierslernens verändert klassischen Unterricht insofern, das vielmehr außerhalb von Klassenzimmern Lernen und Bildung stattfindet. Dabei ist Ausgangsbasis pädagogischen Handelns das Bild des kompetenten, optimistischen und reichen Kindes, dass Kompetenzen und Fähigkeiten besitzt, sein lernen selbst zu organisieren und zu steuern, wenn es das entsprechende anregende und unterstützten Lernumfeld vorfindet. Atelier-Schule soll ein solches Lernumfeld zur Verfügung stellen.

KooperationspartnerInnen

offizieller Kooperationspartner: Reggio Children/Italien www.reggiochildren.it Kooperationen mit: Bildungsinstitut für Reggio-Pädagogik und kreative Methoden e.U. Dialog Reggio Österreich (DRÖ) - Fachverband zur Förderung der Reggio-Pädagogik in Österreich Reggio Netzwerk Österreich Dialog Reggio Deutschland Steiner Möbel GmbH. Schilling Raumkonzepte

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Eine Schwierigkeit könnte der finanzielle Rahmen des Projekts im Hinblick auf Personalkosten und Raummiete darstellen. Derzeit wird eine Finanzplanz entwickelt der sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt: Crowdfunding, Sponsoring, Förderungen durch Land OÖ und Bund, ggf. Zuschüsse durch EU-Fonds Seit fast vier Jahren betreiben wir ein Atelier für nachhaltige Bildung in Linz, in dem beide Disziplinen Pädagogik und Kunst für die Bildung vereint sind. Es gibt eine breite ExpertenInnen-Gruppe, die ihre Kompetenzen, ihre Erfahrung und Wissen für die Atelier-Schule mit hoher Motivation und Engagement zur Verfügung stellt. Dies sehen wir als eine notwendige Ressource für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Umsetzung des Projekts. Die Idee einen neuen Arbeitsmodell, wo KünterlerInnen Ateliers zum Arbeiten gegen ihre Arbeitsleistung in der Atelierschule zur Verfügung gestellt bekommen, ist eine wichtige finanzielle Einsparung und innovative Möglichkeit, Personalkosten zu sparen.

Ergebnisse / Produkte

Uns verbindet der Wunsch nach einer Reformation und Transformation des gegenwärtigen Bildungssystems in ein zeitgemäßes, gesellschaftsadäquates und modernes Bildungssystem. Wir wollen einen der innovativsten pädagogischen Bildungsansätze der Welt, die Reggio-Pädagogik, nach Linz holen und in seiner angewandten Praxis erlebbar machen. In der Verbindung von Kreativität, Pädagogik und Kunst sehen wir die Möglichkeit, die vielfältigen Bildungspotenziale der Kinder zu aktivieren. Die Atelier-Schule kann hier eine nachhaltige Wirkung erzielen, wenn der Umsetzung moderner Bildungsprinzipien und Lerntheorien für PrakikerInnen und WissenschaftlerInnen in der Praxis sichtbar und erlebbar werden. Wir sehen in der Atelier-Schule die Chancen, PädagogenInnen wie auch KünstlerInnen zu zeigen, wie innovative Lehr- und Lernmethoden in der Praxis und im pädagogisch-künstlerischen Alltag verwirklicht werden können.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch Dokumentationen, Projektberichte, Artikel in Printmedien sowie sozialen Medien ermöglichen die Transparenz der Idee und Inhalte der Atelier-Schule. BesucherInnen der Atelier-Schule können in "Open Projects" Einblick nehmen, bei Kunst-Projekten (Studio 100 - Studio100 verbindet vielfältige künstlerische Medien und Pädagogik & Kunst für nachhaltige Bildung miteinander) mitwirken, im Atelier Urban die Reggio-Pädagogik in der Praxis kennenlernen wie auch bei regelmäßigen Reflexionsrunden dabei sein. Neben den Face-to-Face-Kontakten und schriftlichen Dokumentationen sollen auch die neuen Medien ein Pool für die Transparenz und Kommunikation sein. Die Loft-School und Atelier-Schule fungiert als eine Drehscheibe und Plattform für unseren (inter)nationalen Austausch mit KooperationspartnerInnen und KollegenInnen aus Praxis und Wissenschaft.

Finanzierung

öffentlich finanziertprivat finanziertEinnahmen durch Mitgliedsbeiträge, Verkauf von Produkten, Kursen etc.Sponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Die Atelier-Schule bietet einen nachhaltigen Lernkontext für Kinder und Erwachsene, indem Lernarrangements geschaffen werden, wo durch kreative Impulse und Inspirationen ein entdeckendes und forschendes Lernen, ein "Learning by doing" und ein "Learning by thinking" bewusst angeregt werden. Das Erschaffen innovativer Ideen und deren Umsetzungen werden möglich, Individualisierung und Differenzierung in den Lern- und Bildungsprozessen sind erwünscht und werden gefördert. Wissen, Ideen, Möglichkeiten erweitern sich durch den Dialog und Austausch mit anderen. Eine positiv-optimistische Werthaltung stärkt nachhaltig die individuelle, kollektive und kulturelle Identität und hat damit einen wesentlichen Einfluss auf Nachhaltigkeit, die bei jedem Einzelnen beginnt und dort auch geschult werden soll, um einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit persönlichen und materiellen Ressourcen zu befördern.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Das Atelier als Erlebnis- und Erfahrungsraum ermöglicht Kindern wie Erwachsenen eine freie, individuelle Entfaltung von Vorstellungskraft, Intelligenz und künstlerischen Fähigkeiten. Die 100 Sprachen der Kinder finden im Atelier vielfältige Möglichkeiten der Weltaneignung, hier können sie ihren Erfahrungen und Erkenntnissen unmittelbar Ausdruck verleihen. Im Atelier erlebt sich das Kind als aktiver Konstrukteur, Regisseur und Gestalter seines Wissens und Könnens. Der Dialog zwischen Mensch, Material und Methode verschafft wunderbare Aktions- und Artikulationsmöglichkeiten. Kreativität und Kunst werden zur Ressource von Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsprozessen. Mit der Metapher der 100 Sprachen meint die Pädagogik und Philosophie aus Reggio Emilia/Italien die vielfältigen Möglichkeiten der Weltaneignung und unzähligen Ausdrucksformen, die Menschen wählen, um ihrem Eindruck von der Welt einen Ausdruck zu verleihen, wenn sie Erfahrungen zu Erkenntnissen verarbeiten und dabei nachhaltig lernen.

Zukunftsorientierung
Durch das gemeinschaftliche Lernen kommt es zum zukunftsfähigen Kompetenz- und Wissensaustausch. Eine Abflachung von Hierarchie auf Organisationaler- und Lern-Ebene wird eine partizipative Führung und direkte Demokratie möglich. Selbst- und Mitbestimmung sind wichtige Werte, um Teamarbeit und Co-Working möglich zu machen. Notwendige zukünftige Meta-Kompetenzen wie Kooperationsbereitschaft, Kommunikationsfertigkeiten, kreatives Denken oder Konfliktregulierungsmaßnahmen werden in der Atelier-Schule, die für Gerechtigkeit, Partizipation und Kreativität steht, ausgebildet. Diese Kompetenzen stehen nachhaltig und berufsfeldübergreifend fürs zukünftiges Handeln zur Verfügung.

Globale Perspektive
Globales Denken wird durch nutzungsoffene Räume, Urban Ateliers (offene Stadtateliers von 0-100 für alle BürgerInnen der Stadt, Piazza als Meeting-Point und Begegnungsort für Dialog und Austausch, offene und öffentliche Räume durch Dokumentation und Transparenz, Ausstellungsraum für entwickelte Projektarbeiten und Kunstobjekte, das Creative Recycling-Center und Atelier of tastes eröffnet. Interpretation von Räumen, künstlerische und politische Begegnung mit der Stadt, Umgang mit vielfältigen Materialien, Speisen und gemeinsames Essen, einen Piazza als Begegnungsplatz für Menschen, Ideen und Visionen stärken die Neugierde für Neues und für andere Zugänge, erweitern gedankliche und konkrete Möglichkeitsspielräume und schaffen ein inklusives pluralistisches Feld für interkulturelles Lernen.

Kritisches Denken und Problemlösen
Kritisches Denken und Problemlösen werden durch ein sozial-konstruktivistisches und projektorientiertes Lernumgebung ermöglicht, wo Probleme als Herausforderungen zu Lerninhalten und selbstständig und mit anderen Lösungen dafür gesucht werden. Forschendes Lernen schafft ein Bewusstsein für die Umwelt, deren Objekte und Phänomene, die genauere untersucht werden wollen. Die Anreicherung um Wissen erhöht das Umweltbewusstsein. Das kreative Umfeld mit seinen nicht kommerziellen Forschungsmaterial führt zur Auseinandersetzung mit Konsumverhalten und schöpferischer Tätigkeit.

Methodenvielfalt
Der Sozial-Konstruktivismus und die Theorie des „Autonomous Learners“ als Grundlage eines modernen Bildungsverständnis sind Auslöser für die Idee, Räume zu schaffen, die unabhängig von vorgegebenen Funktionen sind – elastische, multifunktionale Räume, die durch flexible Gestaltungsmöglichkeiten spontan nach jeweiligen pädagogischen Notwendigkeiten und Thematisierungen im Lern- und Bildungsprozess veränderbar sind. Die traditionelle Raumaufteilung wird aufgelöst und Räume und Disziplinen werden vernetzt. Bewusst wird in der Atelier multimedial und mehrdimensional gelernt, d.h. vielfältige Methoden und Medien eingesetzt, um emotionales und soziales Lernen zu gestalten, was auch laut Hirnforschung zu nachhaltiger Bildung führt.

Partizipationsorientierung
Ein Leitspruch der Atelier-Schule ist, dass kompetente und intelligente Kinder ein Recht auf eine intelligente, interessante, herausfordernde und nachhaltige Schule haben. Kinder haben ein Recht auf die Mitgestaltung ihrer Lernwege. Kinder haben ein Recht auf die aktive und kreative Teilhabe an ihren Bildungsprozessen. Neben den Kindern sind auch die Erwachsene Mitbestimmer und Mitgestalter: - Beteiligung von Kunstschaffenden an den Räumlichkeiten und Aktivitäten der Schule - Mitgestaltung von Kunstschaffenden am Schulalltag - Kinder, Eltern und PädagogenInnen gestalten Bildungsinhalte aktiv mit

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Grundlage der Lernprozesse in der Atelier-Schule sind die Lebenserfahrungen und die persönlichen Interessen der Kinder und auch Erwachsenen. Die Lebensrealitäten der Kinder werden zum Ausgangspunkt pädagogischer Inhalte, werden zu Forschungs- und Lernthemen und durch vielfältige Zugänge er- und bearbeitet. Die hat auch einen positiven wertschätzenden Aspekt, wenn Kinder mit ihren Erfahrungen und Wissen ernstgenommen werden und ihre Erfahrungen Grundlage von Auseinandersetzung und Reflexion werden. Lebensnähe ist ein wesentlicher Aspekt für eine hohe Motivation und Interesse im Lernen.

Interne offene Lernprozesse
Durch die Dokumentation der Lernprozesse und Projektarbeiten, den regelmäßigen und intensiven Austausch mit anderen wird kontinuierlich das eigene Lernen (rückblickend) bewertet und reflektiert. Dies ermöglicht, dass sinnvolle Planungen für den weiteren räumlichen, materiellen und personellen Ressourceneinsatz für das (Weiter)Lernen erstellt werden können. Durch Reflexionsgruppen und -phasen kann relativ passgenau an den Bedürfnissen, Themen und Interessen der Lerngruppe geplant werden. Mit zunehmender Beteiligung am Reflektieren erhöht sich das Reflexionsniveau der Lernenden. Der Austausch wird intensiver und konkreter, geht allmählich mehr in die Tiefe, was wiederum eine nachhaltige Wirkung fürs Denken und Handeln hat. Alle moderne Lernformen wir forschendes Lernen, selbstorgansiertes und selbstgesteuertes Lernen, Projektmethode und projektorientiertes Lernen, Wissensmanagement benötigen Reflexion durch einen lernende Gemeinschaft und haben nachhaltigen Einfuss auf Empowerment und das lebenslange Lernen.

Partnerschaften und Netzwerke
Vielfältige soziale und öffentliche Projekt und Aktivitäten stärken die Außenkommunikation und erweitern die Möglichkeiten für Partnerschaften und Netzwerke: - Ausstellungen und Vernissagen - Projektdokumentationen - Konzerte und Aufführungen - Science Slam (Forschungsdialoge zwischen Kunst und Pädagogik) - RE-Store: Verkauf von künstlerischen Arbeiten - Workshops und Vorträge - Symposien Dazu kommen noch Möglichkeiten der Kunst- und Kulturvermittlung und geplante Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen. Kontaktaufnahme mit unmittelbaren Nachbarn und der näheren urbanen Umgebung ist ebenfalls als Ziel der Atelier-Schule formuliert.

Weiterführende Dokumente


Konzept Atelier Schule
Letzte Änderung: 28.09.2018
zurück zur Übersicht
Ausgezeichnet mit:
Wap Ausgezeichnet

Wirkungsbereiche


Gesamtösterreich

Laufzeit


01.10.2018 - Projektende offen

Bildunsgbereiche


Kindergarten
Vorschule + 1.-4. Schulstufe
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung
Kommunale Bildungsprojekte

Themenbereiche


Gesellschaft, Politik
Globales Lernen
Interkulturelle Bildung und Friede
Konsum
Kunst und Kultur