botanische Begegnungszonen - Natur verbindet

Das Projekt "botanische Begegnungszonen - Natur verbindet" welches mit der Gesunden Gemeinde Waihdofen an der Thaya unter Herrn ÖKR STR Alfred Sturm und den Schulen der Stadt Waidhofen sowie der Bevölkerung aller Altersklassen Waidhofens umgesetzt wird ist steht unter dem Schwerpunkt "generationsübergreifendes Miteinander, die Menschen, die Natur verstehen, schätzen und achten, gesunde Ernährung und Bewegung". Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit!

Darstellung

In der Stadt Waidhofen wurden von der Gesunden Gemeinde "botanische Begegnungszonen" geschaffen, welche sich frei zugänglich befinden. Es wurden Hochbeete, Obstbäume und Naschhecken in Schulnähe errichtet, welche von den Schulen Waidhofens gepflanzt und betreut werden. Die Früchte, Obst, Gemüse und die Kräuter werden von den Schulen sowie der Bevölkerung geerntet. In diesen Begegnungszonen treffen einerseits "Jung" und "Alt" aufeinander, tauschen sich über Anbau, Aufzucht, Ernte, Verwendung und Verarbeitung des Obst- und Gemüses aus. Es werden hierbei Brücken zwischen den Generationen gebildet, die Kinder und Jugendliche lernen das Leben der älteren Generation durch die Gespräche und Erzählungen zu verstehen. Zur Förderung des Bewusstseins der Umwelt und Regionalität werden an den Schulen diverse Workshops abgehalten wie z.B. Salben brauen, aus Wildfrüchten Lippenstifte herstellen, alte Rezepte nachkochen/adaptieren. Im Sinne der gesunden und saisonalen Ernährung entdecken die SchülerInnen in Workshops die Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen des Obstes, Gemüse, Früchte und Kräuter. Dieses Projekt ist eine Beispiel für gelebtes Miteinander der ehrenamtlichen Mitglieder der Gesunden Gemeinde, der Gemeindepolitik, dem Engagement der Lehrkräfte und SchuldirektorInnen, von TUT GUT, der Städtischen Gärtnerei, welche sich vor allem in den schulfreien Sommermonaten um die botanischen Begegnungszonen kümmert. Die Flächen werden jährlich erweitert. Mittlerweile hat die BirdLife-Austria Gruppe Waidhofen Nistkästen für Vögel ergänzt, um bei den SchülerInnen und der Bevölkerung auch die Sensibilität für den Wert unserer Tiere zu erweitern. Bei der Bepflanzuung, vor allem bei den Obstbäumen, Gemüse wird auf alte Obstsorten Wert gelegt. Weiters ist angedacht, gemeinsam mit den SchülerInnen, die Hausmittel- und Kochrezepte in ihrer eigenen Familie, Eltern, Großeltern zu hinterfragen, diese zu sammeln und manche daraus gemeinsam nach zu kochen. Um auch in der Familie, in Zeiten des allgegenwärtigen Handys, Laptops Spielkonsole das Miteinander, die Kommunikation, das gegenseitige Zuhören, Verstehen zu Fördern. Den "Wert" des Wissens, der älteren Generation wieder bewusst zu machen. Zugleich der älteren Generation ein Gefühl , das sie auch im Alter gebraucht und wichtig sind geben.

KooperationspartnerInnen

TUT Gut Niederösterreich Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya PTS - Waidhofen an der Thaya BG/BRG Waidhofen an der Thaya Neue Mittelschule Waidhofen an der Thaya Städtische Gärtnerei Waidhofen an der Thaya Bird Life Austria - Waidhofen

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Hierbei handelt es sich um ein sehr langfristiges Projekt. Die beiden größten Bedenken waren zu Beginn die Pflege der "Botanischen Zonen" in den Ferien. - Dies löste Herr STR Alfred Sturm und Bgm. Robert Altschach indem sie vereinbarten, dass die Städtische Gärtnerei dies übernehmen werde und ein Bewässerungssystem installiert wird. Bedenken waren auch Vandalenakte - Rückblickend trat dies nicht ein - im Gegenteil die Zonen werden von der ganzen Bevölkerung liebevoll angenommen. Alle guten Dinge sind drei, das dritte Bedenken war die "Hundepinkelzone" - daher entschieden wir uns auch für die Variante der Hochbeete, und für Obstbäume sowie Naschhecken - somit sind wir mit der Erntehöhe oberhalb der möglichen Hundepinkelzone. Die Erfolge sind unter Ergebnisse angeführt ;-)

Ergebnisse / Produkte

Begonnen wurde das Projekt mit den Hochbeeten, den Obstbäumen und den Workshops. Der Wunsch, der Naschhecke kahm dann von den Schülern des BG/BRG Waidhofens selbst, was auch umgehend umgesetzt wurde. Dieses Jahr im Herbst wird Aufgrund des Wunsches der SchülerInnen ein Hochbeet auf "Sichtbar" umgebaut, um einen Einblick auf das Leben unter der Erde zu ermöglichen. Für die Volksschulen werden "Miniaturkochbeete mit Glasfront" angeschafft, welche in den Klassenzimmern stehen und von den SchülerInnen jederzeit beobachtet und geerntet werden können. Die BirdLife Austria-Waidhofen Gruppe hatte die Idee sich mit der Vogelbeobachtung anzuschließen, errichtete Nistkästen und geht mit den SchülerInnen auf Vogelentdeckungstour. Welche Vögel gibt es, wie klingen ihre Stimmen... Weiterführend ist auch von meiner Seite angedacht, gemeinsam mit den SchülerInnen, die Hausmittel- und Kochrezepte in ihrer eigenen Familie, Eltern, Großeltern zu hinterfragen, diese zu sammeln und manche daraus gemeinsam nach zu kochen. Um auch in der Familie, in Zeiten des allgegenwärtigen Handys, Laptops Spielkonsole das Miteinander, die Kommunikation, das gegenseitige Zuhören, Verstehen zu Fördern. Den "Wert" des Wissens, der älteren Generation wieder bewusst zu machen. Zugleich der älteren Generation ein Gefühl, das sie auch im Alter gebraucht und wichtig sind geben. Angedacht ist auch eine Blumenuhr anzupflanzen.... Die Zonen werden sowohl von den SchülerInnen als auch den älteren Generationen sehr gut angenommen. Auch die verschiedenen Workshops wurden mit Entdeckungs- und Experimentierfreude angenommen. Ein Salben- und NAturkosmetik Workshop im BG/BRG wurde auch vom Zukunftsraum Thayaland gefördert. Im Jänner 2018 erhielten wir für dieses Projekt, welches von der Gesunden Gemeinde Waidhofen unter Herrn STR ÖKR Alfred Sturm und mir umgesetzt wird den "Vorsorgepreis Europäischer Regionen" in der Kategorie Niederösterreich vom Land NÖ verliehen.

Öffentlichkeitsarbeit

Wir erhielten 2018 den "Vorsorgepreis Europäischer Regionen" in der Kategorie Niederösterreich In der Publikation "Einfach Essbar" wurde unser Projekt hervorgehoben Berichte in diversen Zeitungen

Finanzierung

öffentlich finanziertSponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Mit diesem Projekt wird den SchülerInnen die Chance und die Möglichkeit gegeben, den Respekt vor der Umwelt und Natur in praxisorientierter Weise, liebevoll und im Selbstentdeckungsmodus unter fachkundiger Unterstützung zu leben. Ich finde ein zukunftsorientiertes Denken erfordert die vergangenen Generationen zu verstehen, die Brücke zu der heutigen Generation zu spannen und für eine fortschrittliche und weitsichtige Denkweise ein globales, grenzüberschreitendes Denken, Verstehen und Hinterfragen zu entwickeln. Für unsere Weiterentwicklung, unsere Weitsichtigkeit Denken ist ein lebenslanges Lernen wichtig, ein sogenanntes unvoreingenommenes Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Mir ist es wichtig meine Vorträge, Workshop, Bücher sehr praxisnah und experimentell zu gestalten. Das generationsübergreifende Verstehen, Respektieren und Schätzen ist wird durch die Einbindung von Jung und Alt in dieses Projekt gefördert. Weiters wird in Zukunft hierbei auch auf die Kommunikation innerhalb der Familien weiters eingegangen, dies durch Projekte gefördert.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Nachhaltige Entwicklung bedeutet in allen Bereichen ein kritisches, breitgefächertes Betrachten, Hinterfragen und Analysieren. Ein in die Tiefe gehen und von allen Seiten betrachten, sei es von Ansichten, Entscheidungen, Lebensgeschichten, geschichtlichen Ereignissen, Pflanzenanwendungen oder Rezepten. Es finden sich z.B. einige Rezepte aus einer sehr armen Zeit, wo die Tradition des Totkochens von Lebensmittel, um sie genießbar zu machen üblich war, solche Rezepte hätten mit unserer modernen Kochzeit von max. 5 Minuten für uns bedenkliche Inhaltsstoffe. Es finden sich jedoch auch andere Rezepte, welche für uns heute von großem Nutzen sind. Hier betrachte ich die jeweiligen Inhaltsstoffe, die Geschichte, die Epoche, die Lebensumstände, die genaue Zubereitung, klimatische Bedingungen, Verwendung, mögliche Überdeckung von Namensgebungen der Zutaten. In diesem Projekt werden alle Themen die sich ergeben, sei es botanisch, kulinarisch oder auch geschichtlich, familiär etc. wertfrei kommuniziert, aufgearbeitet und sachlich neutral hinterfragt. Um den Personen ein breites Bild und eine weltoffene Betrachtungsweise zu ermöglichen, im gemeinsamen Lösungen zu entwickeln aber auch kritische Situationen zu verstehen versuchen, somit das Bewusstsein zu schaffen, dass sie für die Zukunft vermieden werden.

Zukunftsorientierung
Bei diesem Projekt geht es auch intensiv um die "Neugestaltung". Es dürfen z.B. alte Rezepte entdeckt werden, danach wird die damalige Zeit, Lebensumstände, politische Situation, klimatische Bedingungen, und die Umstände besprochen - im Rahmen von Gesprächen mit den älteren Leuten erhoben, die Sinnhaftigkeit der Zutaten des Rezeptes hinterfragt um es dann entweder als "interessant" aber heute nicht mehr aktuell einzustufen oder auf die heutige Zeit, die heutigen Gegebenheiten anzupassen, umzuändern. Durch das Einbeziehen von Natur und Menschen wird ein Wertebild erzeugt, welches für ein intelligentes Handeln in Zukunftsfragen, Zukunftsangelegenheiten der heutigen Jugendlichen essenziell ist. Es ergibt sich dabei automatisch ein durch Nachhaltigkeit geprägtes Denkverhalten.

Globale Perspektive
Familiengeschichten, Rezepte zu hinterfragen, bedeutet gleichzeitig die Familiengeschichte, Herkunft mit einzubeziehen. Wobei sich unweigerlich ein globales Betrachten/Hinterfragen ergibt. Was für ein Verstehen, für Lösungsansätze wertvoll und wichtig ist.

Kritisches Denken und Problemlösen
Bei diesem Projekt wird speziell darauf geachtet, kritisch zu hinterfragen und auch zu reflektieren. Alte Rezepte entdeckt werden, danach wird die damalige Zeit, Lebensumstände, politische Situation, klimatische Bedingungen und die Umstände besprochen - im Rahmen von Gesprächen mit den älteren Leuten erhoben und hinterfragt, die Sinnhaftigkeit der Zutaten des Rezeptes hinterfragt um es dann entweder als "interessant" aber heute nicht mehr aktuell einzustufen oder auf die heutige Zeit, die heutigen Gegebenheiten anzupassen, umzuändern. Lösungsmodelle für die heutige Zeit zu finden, was natürlich auch bedeutet Hintergründe und Umstände von Lebensumständen, historischen Tatbeständen zu hinterfragen, verstehen und beleuchten um für die Zukunft daraus zu lernen. Dies bedeutet wiederum globale Zusammenhänge mit einzubeziehen.

Methodenvielfalt
Bei diesem Projekt entsteht alles aus dem wirklichen Leben heraus. Die Jugendlichen hinterfragen selbst ihre Familiengeschichte, Ihre Hausmitteln, Ihre Familienrezepte. Die Gespräche in den Begegnungszonen ergeben sich aus dem Leben heraus und daraus erfolgt das weitere Hinterfragen. Auch die Natur selbst ergibt die Pflanzenvielfalt und die Menge, welcher sich dann gewidmet wird, wo dann Lösungen in Form von verschiedensten Verarbeitungsformen gefunden werden. Diese sind nicht immer kulinarischer Natur, es können auch Kosmetik oder Handwerkliche Dinge daraus gemacht werden.

Partizipationsorientierung
Das gesamte Projekt gestaltet sich von den "Lernenden" selbst. Sowohl von den SchülerInnen, ihren Familien, den LehrerInnen, der Bevölkerung. Die Bepflanzung der Hochbeete erfolgt jährlich anders und wird von den SchülerInnen und LehrerInnen selbst erarbeitet.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Die SchülerInnen erarbeiten, entdecken die Zusammenhänge/Lösungen selbst, so lernen sie für die Zukunft wertefrei und sachlich Lösungen zu erarbeiten. Bei diesem Projekt wird speziell darauf geachtet, kritisch zu hinterfragen und auch zu reflektieren. Alte Rezepte entdeckt werden, danach wird die damalige Zeit, Lebensumstände, politische Situation, klimatische Bedingungen und die Umstände besprochen - im Rahmen von Gesprächen mit den älteren Leuten erhoben und hinterfragt, die Sinnhaftigkeit der Zutaten des Rezeptes hinterfragt um es dann entweder als "interessant" aber heute nicht mehr aktuell einzustufen oder auf die heutige Zeit, die heutigen Gegebenheiten anzupassen, umzuändern. Lösungsmodelle für die heutige Zeit zu finden, was natürlich auch bedeutet Hintergründe und Umstände von Lebensumständen, historischen Tatbeständen zu hinterfragen, verstehen und beleuchten um für die Zukunft daraus zu lernen. Dies bedeutet wiederum globale Zusammenhänge mit einzubeziehen.

Interne offene Lernprozesse
Das Projekt ist einerseits Danke dem Engagement der Lehrkräfte und DirektorInnen in den Schulalltag integriert, andererseits gibt es auch immer wieder externe Workshops, welche von mir in den Schulen abgehalten werden. Der Umfang orientiert sich jährlich nach den Möglichkeiten der Schule und der Schülerinnen.

Partnerschaften und Netzwerke
Bei diesem Projekt ist das Gemeinwohl sowie die Teamarbeit/Fähigkeit an oberster Stelle, zumal eine große Menge an Personen darin involviert sind. Die SchülerInnen mit ihren Familien, die Klasse untereinander, die Lehrkräfte, die Bevölkerung....
Letzte Änderung: 16.09.2018
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Ausgezeichnet mit:
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Wirkungsbereiche


Niederösterreich

Laufzeit


16.04.2017 - 16.09.2020

Bildunsgbereiche


Kindergarten
Vorschule + 1.-4. Schulstufe
5.-13. Schulstufe
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung
Kommunale Bildungsprojekte
Bildungsprojekte im ländlichen Bereich

Themenbereiche


Gesundheit/Ernährung
Klima- und Umweltschutz
Konsum
Land- und Forstwirtschaft
Natur / Biologische Vielfalt

Durchführende Organisation

Eunike Grahofer

Sallinger Str. 15

3830 Waidhofen an der Thaya

0664/9380773 office@eunikegrahofer.at
http://www.eunikegrahofer.at
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