Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt

Gewaltfreies umsetzen des Themas Gewalt gegen Frauen durch die Inizierung eines Tanzes.

Darstellung

Ziel ist eine Sensibilisierung zum Thema Gewalt gegen Frauen. Mit Hilfe von Workshops zum Erlernen des Tanzes sowie durch das Mitwirken an der Veranstaltung 16 Tage Gewalt wurden die Maßnahmen zur Erstellung der Diplomarbeit gelegt. Die Hauptaktivität der Diplomarbeit war das Aufführen des Tanzes One Billion Rising am Vorplatz der Schule, am 22.12.2017, durch alle Schüler der Schule sowie des Lehrkörpers. Die Arbeit wurde jedoch noch durch Aktivitäten wie der Teilnahme an der OBRA-Veranstaltung "V-Day" in Wien begleitet.

KooperationspartnerInnen

-Evita Kufstein-Frauen und Mädchen Beratungstelle -Gewaltschutzzentren -One Billion Rising Austria-OBRA -Polizeidienststelle Strass im Zillertal -Sponsoren siehe im Anhang der Arbeit -Mmag. Dr. Ritter Christina (Betreuungslehrer) -Mag. Gabrielli Petra (Betreuungslehrer)

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Schwierigkeiten: -Zeitmanagement -Unterschätzung des Arbeitsaufwandes -Meinungsverschiedenheiten Erfolge: -erfolgreiche Finanzierung -Auslösen einer Euphorie für das Projekt bei den SchülerInnen -Medienpräsenz

Ergebnisse / Produkte

-Leute aufrütteln für das Thema zu engangieren und zu intressieren -Informationen über das Thema ausfindig zu machen -Dieses sensible Thema durch einen Tanz enthusiastisch darzustellen -Eine Masse an Jugendlichen für dieses Thema zu faszinieren und mit diesem Tanz zu inspirieren

Öffentlichkeitsarbeit

Pressemappe - siehe Arbeit „Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt“ Diplomarbeit: „Gewalt gegen Mädchen und Frauen“ Projektleitung: Alena Haas Teammitglieder: Natalie Klocker Anna-Lena Schranz Betreuungslehrerinnen: Prof.in Mag.a Petra Gabrielli Prof.in MMag.a Dr.in Christina Ritter Projektleiterin Psychologischer Teil der Diplomarbeit Alena Haas 19 Jahre, wohnhaft in Fügen Im Zuge einer praktischen Übung im Unterrichtsfach Sozialmanagement ha-be ich die Organisation „One Billion Rising“ kennen gelernt. Die Möglichkeit mit einem Tanz auf Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam zu ma-chen, ihnen Kraft und Mut zurückzugeben, hat uns sehr nachdenklich ge-stimmt. Daraus ist die Absicht entstanden diese Diplomarbeit zu schreiben, in der ich mich im Speziellen mit den psychischen, physischen und sozialen Folgen von Gewalt an Mädchen und Frauen auseinandersetze. Durch die Aktualität dieses schwerwiegenden Themas wird ein neues Bewusstsein ge-schaffen, das unter anderem auch mit dem gemeinsamen Tanz („Break the Chain“) einen kraftvollen und lebendigen Ausdruck findet. Teammitglied Praktische Ausrichtung der Diplomarbeit Anna-Lena Schranz 19 Jahre Wohnhaft in Walchsee In meinem näheren Bekanntenkreis bin ich mit Gewalt gegen Mädchen und Frauen konfrontiert worden und habe darin die Notwendigkeit erkannt, die-se Diplomarbeit mit praktischen Beispielen zu ergänzen. Im gemeinsamen Tun liegt auch eine gemeinsame soziale Verantwortung, die wir mit der Tanzperformance „Break the Chain“ spürbar machen wollen. Im Zuge einer Praxisübung an unserer Schule habe ich „One Billion Rising Austria“ das erste Mal kennengelernt und mich mit deren Absichten und Inhalten ausei-nandergesetzt. In der gemeinsamen Zusammenarbeit aller Beteiligten versu-chen wir für dieses Thema eine neue Öffentlichkeit zu schaffen und wenn es uns gelingt, auch nur einer einzigen Frau, Stärke und Kraft zurückzugeben, dann haben wir bereits das Ziel unserer Diplomarbeit erreicht. Teammitglied Rechtlicher Teil der Diplomarbeit Natalie Klocker 19 Jahre Wohnhaft in Fügen Vor Monaten, als wir uns für das Diplomarbeitsthema entschieden haben, hat es ebenso wie jetzt Gewalt gegen Mädchen und Frauen gegeben, nur hat niemand darüber gesprochen. Die schlimmen Ereignisse der letzten Wochen haben weltweites Bewusstsein geschaffen und wir sprechen heute über Ge-walt an Frauen und Mädchen, wie es vor ein paar Monaten noch nicht mög-lich gewesen wäre. #metoo macht das möglich. Und ich möchte mich auf meine Art und Weise daran beteiligen und als Frau andere Frauen, denen Leid widerfahren und Gewalt angetan wurde, ermutigen. Mein spezieller Beitrag in der Diplomarbeit besteht in der Definition und Analyse der ent-sprechenden Rechtslage und deren juridischer Auslegung.? „One Billion Rising“ heißt übersetzt „eine Milliarde erhebt sich“! Dies steht symbolhaft für die vielen Frauen auf der Welt, denen Gewalt wiederfährt. Laut UN wird gegen jede dritte Frau Gewalt ausgeübt. Zur Zeit der Gründung von One Billion Rising im Jahr 2012 lebten rund sechs Milliarden Menschen auf der Erde, sodass bei 50% Frauenanteil etwa eine Milliarde von Gewalt betroffen waren. „One Billion Rising“ ist eine Kampagne, die weltweit durch diesen Tanz ein Statement setzt. Der Tanz gibt den Frauen Kraft in ihren eigenen Körper zurückzukehren, den sie meistens durch traumatische Erfahrungen, wie strukturelle, physi-sche, sexuelle, psychische oder ökonomische Gewalt verlassen haben. 2013 kam es zur Gründung der „One Billion Rising Austria“ und die erste Veranstaltung fand bereits am 14.Februar 2013 vor dem Wiener Parlament statt. Die Events 2013 sowie 2014 ließen sich auf Privatinitiative und das Engagement von Yvonne Birnbaumer, Ewa Dziedzic, Aiko K. Kurosaki und Jenny Simanowitz als Hauptinitiatorinnen zurückführen. Im April 2014 wurde „One Billion Rising Austria“ als Arbeitsgruppe ins Le-ben gerufen. Zurzeit wird die Organisation in Österreich als Verein geführt. Die Entwicklung und Entstehung von „One Billion Rising“ hat ist sehr inte-ressant und inspirierend sich eigene Gedanken zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ zu machen. Mit dem Song „Break the Chain“, den Tena Clark eigens für die Organisation komponiert und gesungen hat, wird ein starker Impuls nach außen gesetzt. Dieser Impuls erlebt als ausdrucksstarker Tanz eine weltweite Auseinandersetzung, die es Frauen möglich macht ihr Gewalt-trauma durch Tanzen aufzubrechen, „Break the Chain“! „Break the Chain“ am 22.12. 2017 11:20 Come together 11:30 – 11:50 Präsentation der Diplomarbeitsgruppe Aiko Kazuko Kurosaki „One Billion Rising Austria“ 12:00 Performance „Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt“ Aiko Kazuko Kurosaki Choreographie Alle Frauen sind herzlich eingeladen mitzutanzen 12:30 Chill out bei Imbiss und Punsch

Finanzierung

privat finanziertSponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Sebsibilisierung zum Thema Gewalt: Die SchülerInnen mit dem Thema zu sensabilisieren und zu konfrontieren und in die Öffentlichekit aufgrund von unserer Veranstaltung am 22.12.2017 zu tragen.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Die Faznination des Tanzes: Durch die gemeinsame Tanzpräsentation mit One Billion Rising Austria ist eine nachhaltige Erkenntnis in den verschiedenen Bereichen Politik, SozioKulturell und Wirtschaft zu sehen. Gerade ein Tanz ist die Möglichkeit Zusammenhäge wiederzugeben.

Zukunftsorientierung
Wie setzen ein Zeichen! Mit userer Arbeit möchten wir ein zukünftiges Zeichen setzen, dass Gewalt in unserer Welt keinen Platz mehr hat. Die Politik dieser Welt sowie jeder einzelne ist aufgefordert diese Zukunftsvision zu realisieren.

Globale Perspektive
Frauen tragen die Wirtschaft: Sind Frauen und Mädchen aufrgund von Gewalttaten so traumatisiert, dass sie am sozialen Leben nicht mehr teilnehmen können, hat das globale Auswirkungen auf die Lebens- und Wirtschaftsweise der Menschen bzw. des Landes.

Kritisches Denken und Problemlösen
Vielfältigkeit der Methode Gewalt: Das Problem der Gewalt an Frauen und Kindern nachhaltig zu erhalten war der Leitgedanke des Projekts "Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt". Im Rahmen der praktischen Arbeit setzten wir uns monatelang mit dem Thema Gewalt auseinander.

Methodenvielfalt
Aufsehen erregen in völlig gewaltloser Form: Wir haben versucht mit Hilfe des Tanzes völlig gewaltfrei das Thema Gewalt an der Schule in den Mittelpunkt zu stellen.

Partizipationsorientierung
Wenn gewaltloses Miteinander möglich ist: Eine Schule die versucht nicht nur an diesem Projekttag gewaltlos miteinander umzugehen, sondern auch versucht den SchülerInnen eine gewaltlose Lebensweise zu signalisieren.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Gewaltloses Leben als Grundrecht: Schon in der Erziehung soll dem Kind eine gewaltfreie Lebenseinstellung mitgegeben werden, denn auch die Entwicklung lässt sich durch Gewalt beinflussen, den wir mit dieser Arbeit entgegenwirken wollen.

Interne offene Lernprozesse
Stopp sagen! Durch unseren Tanz wurden die SchülerInnen dazu ermutigt aufzustehen und zu handeln.

Partnerschaften und Netzwerke
One Billion Rising: Der Tanz von One Billion Rising insperierte uns dazu dieses Projekt für unser Diplomarbeit in Angriff zu nehmen.
Letzte Änderung: 14.09.2018
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Ausgezeichnet mit:
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Wirkungsbereiche


Tirol

Laufzeit


01.06.2016 - 23.03.2018

Bildunsgbereiche


5.-13. Schulstufe
Erwachsenenbildung

Themenbereiche


Gesellschaft, Politik
Menschenrechte