Diplomierte Kindergruppenbegtreuungsperson & Tageseltern + NUEP

Der Diplomlehrgang zur/m Kindergruppenbetreuungsperson & Tagesmutter / Tagesvater wurde mit dem Einführungsmodul NUEP ergänzt. Naturpädagogik versteht Bildung als einen ganzheitlichen Vorgang. Neben spielerischem und forschendem Erkunden stehen die sinnliche Wahrnehmung, das kreative Gestalten, konkrete Zugänge und das Experimentieren im Vordergrund. Naturpädagogik ist gelebte Pädagogik. Praxisorientiertes Lernen steht hier immer im Mittelpunkt. Naturerfahrungen gehören für viele Menschen heute nicht mehr zum selbstverständlichen Alltag dazu. Vor allem in städtischen Ballungsgebieten fehlen oft die direkten ursprünglichen Begegnungen mit und in der Natur. Allerdings sind diese gerade für Kinder von essenzieller Bedeutung. Die veränderte Lebenswirklichkeit von Kindern, gerade auch in der Umwelt- und Naturerfahrung, erfordert auch eine veränderte berufliche Qualifikation der pädagogisch Tätigen. In unseren Lehrgängen wird der praktische Zugang zum Kind und dessen Umwelt erläutert. Mit der Unterstützung der Montessori Pädagogik und der Bewegungspädagogik schaffen wir einen ganzheitlichen Zugang zur Natur - für unsere Schützlinge und uns selbst.

Darstellung

Um die Ausbildung des pädagogischen Personals in Kindergruppe, Tageseltern und Kindergarten zu verbessern und Natur- und Umweltprobleme besser vermitteln zu können, haben wir die pädagogische Ausbildung mit dem Einführungsmodul der NUEP erweitert. Dieses stellt die Basis für die Ausbildung zum/r diplomierten Natur-, Umwelt- und ErlebnispädagogIn dar. Da die theoretische und praktische Ausbildung im Bereich BNE sofort in der Natur umgesetzt wird, werden Lebensräume besser verstanden. Es kann sofort mit Materialien aus der Natur gearbeitet werden. Experimente wie z.B. Wasserhärtemessung können später auch im Innenbereich mit Kindern umgesetzt werden. Natur- und Umweltprozesse werden so anschaulich und besser verstanden.

KooperationspartnerInnen

waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, Nordbahnstraße 36, 1020 Wien, www.waff.at www.weiterbildungsmarkt.at www.erwachsenenbildung.at Magistrat der Stadt Wien, MAG 11, Amt für Jugend und Familie, Abteilung Recht, 1030 Wien, Rüdengasse 11, www.wien.gv.at/kontakte/ma11 MA 10, Wiener Kindergärten,Town Town, 1030 Wien, Thomas-Klestil-Platz 11, www.wien.gv.at/kontakte/ma10 Stadtschulrat für Wien, 1010 Wien. Wipplingerstraße 28, www.stadtschulrat.at/7

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Da unsere Lehrgänge und Weiterbildungsangebote in Modulform erfolgen, können wir auf individuelle Bedürfnisse sehr gut eingehen. (Mütter mit Kindern, Ausbildung neben dem Beruf,...). Im persönlichen Beratungsgespräch mit Einzelpersonen und Betrieben finden wir immer die besondere individuelle Lösung.

Ergebnisse / Produkte

Die Diplomlehrgänge zur/m Kindergruppenbetreuungsperson & Tagesmutter/Tagesvater sind sehr intensiv und werden mittels der selbstätig erstellten Handmappen dokumentiert und dienen als Hilfsmittel im Beruf. Weiters werden Materialien selbst erarbeitet und erstellt, im Lehrgang präsentiert und können später in der beruflichen Tätigkeit verwendet werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Die LehrgangsteilnehmerInnen erarbeiten anhand der theoretischen Ausbildung und ihren Handmappen in den drei behördlich vorgeschriebenen Praktika nachhaltige Bildungsangebote. So lernen sie sofort in der Praxis und bekommen in den Praktikumsbetrieben Rückmeldung vom Personal und den Kindern. Aufgrund der präsentierten Bildungsangebote in den Partnerbetrieben, sind BetreiberInnen und LeiterInnen an das IPS für individuelle Personal-Weiterbildungsangebote herangetreten und haben so auch die Behörden erreicht. Über die Medienarbeit sind so bereits LehrgangsteilnehmerInnen aus ganz Österreich und Deutschland ins IPS gekommen.

Finanzierung

öffentlich finanziertprivat finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Da in den Ausbildungen immer Bezug zu vernetzten Bildungs-, Natur- und Umweltprozessen gegeben werden, sind vermehrt BetreiberInnen und LeiterInnen an das IPS herangegtreten, um das Personal nachhaltig im Sinne der BNE auf Montessori-Basis und Bewegungspädagogik auszubilden. Daher wurde der Lehrgang mit den Bereichen Natur-, Umwelt- und Erlebnispädagogik erweitert. Damit Bildung und Lernsprozesse besser verwanden werden. In der Weiterbildung können dann bereits erarbeitete Bereiche der BNE vertieft und erweitert werden. Durch das selbst erstellte Bildungsmaterial und der Planung von Bildungsangeboten ist die Wirkung in die Zukunft erkennbar.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Auf Basis der Montessori-Pädagogik wird Wissen immer interdiziplinär und fächerübergreifend unterrichtet und erarbeitet. Der Erdkinderplan Dr. Maria Montessoris ist ein Konzept, das diese Inhalte schon knapp 100 Jahre umsetzt. Dieser Erdkinderplan sieht das vernetzte Lernen von Ökologie, Ökonomie und sozialem Lernen im Vordergrund. Damit ist die Montessori-Pädagogik gesellschaftspolitisch mit dem Konzept der Friedenserziehung äußerst politisch. Durch den hohen Praxisbezug und Lernen in Räumen und in der Natur und Umwelt in Form des Exemplarischen Lernens nach Dr. Wagenschein werden Prozesse sichtbar gemacht.

Zukunftsorientierung
Menschen die eigenverantwortlich leben und handeln, egal ob Kind, Jugendliche/r, Erwachsene/r oder SeniorInnen, achten auf einander und haben ein "gutes Leben". Erst wenn die Natur und Umwelt mit ihren Vernetzungen und Prozessen verstanden werden, werden Menschen diese auch schützen. Daher werden wir versuchen, so viele Menschen wie möglich nachhaltig auszubilden und für unsere Natur und Gesellschaft zu arbeiten.

Globale Perspektive
Aus Sicht der Friedenserziehung der Montessori-Pädagogik und den UN Menschenrechten, ist die Vermittlung des Wissens nicht nur mit lokalem, sondern mit globalen Ansätzen zu vermitteln. In dem wir das große Ganze geben, verstehen wir erst die einzelnen Zusammenhänge. Die Auswirkungen unseres Tuns, nicht nur im nahen Bereich sondern weltweit. Experimente zu einzelnen Lebensbereichen, wie z.B. dem Wald, Monokulturen, Auswirkung auf Klima und Umwelt, Probelme durch Wasserverschmutzung, usw. sind selbsterklärend und wirken durch das persönliche "begreifen". Erst wenn es verstanden ist, kann darauf reagiert werden.

Kritisches Denken und Problemlösen
Erst durch das Fragen werden eigenes Denken und Lerninhalte im wahrsten Sinne des Wortes "begriffen". Daher ist konkretes Material und Praxisbezug unumgänglich. Da die Lernenden selbst Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren begleiten werden, wird das eigenverantwortliche Lernen und Handeln gefördert. Dadurch natürlich die Persönlichkeitsentwicklung angeregt und individuelle Lösungen entwickelt. Es werden auch Betriebskonzepte erarbeitet und viele Probleme sofort erkennbar und mögliche Lösungen erarbeitet. Die Lernenden werden angeregt alle nur möglichen Wissensquellen zu nutzen. Der Umgang mit digitalen Medien wird hinterfragt und äußerst kritisch beleuchtet. Die Nutzung jedoch achtsam umgesetzt.

Methodenvielfalt
Ausgehend von konkreten Materialien der Montessori-Pädagogik über Bewegungsmaterialien der Bewegungspädagogik werden diese mit Berichten aus der Praxis der Lehrenden (Storytelling) unterstützt. In den Handmappen werden Lernprozesse sichtbar und damit unterstützbar. In individuellen beratenden Gesprächen wird auf die Praxis vorbereitet. In den Praktika werden Bildungsangebote selbst erarbeitet und umgesetzt. Diese Projekte werden auch im Lehrgang präsentiert. Damit werden auch Präsentationstechniken, gewaltfreie Kommunikation und achtsamer Umgang mit Menschen vermittelt. Multikulturelle Aktivitäten in den Modulen vermitteln ein besseres Verständnis untereinander. Das gemischte Team der Lehrenden bietet entsprechende Vielfalt und Ansprechspersonen für alle TeilnehmerInnen.

Partizipationsorientierung
Die Diplomlehrgänge sind die Basis für weitere Bildungsmöglichkeiten. Eine Vertiefung in Speziallehrgängen ermöglicht die Planung für die Praxis. Weiterbildungsangebote werden von ganzen Betrieben genutzt und gezielt Projekte für den Betrieb erarbeigtet. Da diese Lehrgänge auch Basis eines eigenen Betriebes sein können, können die Bildungsangebote in einem eigenen Bildungskonzept münden. Das nachhaltige Lernen ist oft schon durch die Familie und das Vermitteln an die eigenen Kinder gesichert. Kinder und Jugendliche werden besser verstanden. So regen diese Ausbildungen oft individuelle Bildungsprozesse an und die TeilneherInnen schließen sofort eine weitere Ausbildung an (Montessori-Pädagogik, Bewegungspädagogik, Natur-, Umwelt- udn Erlebnispädagogik).

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Da unsere Ausbildungen auf individuellen Erfahrungen und Kompetenzen aufbauen, ist die Auswirkung auf die persönlichen Lebensumstände eine Folge davon. Gerade in der kommunikativen Ausbildung werden persönliche Sichtweisen auf die Entwicklung von Menschen angesprochen und multikulturell bearbeitet. Konkrete Bereiche der Montessori-Pädagogik wie Übungen des sozialen und praktischen Lebens wirken sich bei Eltern sofort aus. Sie ermutigen ihre Kinder, haben mehr Vertrauen und sehen sie aus einem neuen Blickwinkel. Eigene oft traumatische Kindheitserfahrungen können in einem neuen Licht gesehen werden und eigene Lösungen erarbeitet werden. Im Austausch mit dem AusbildnerTeam und den LehrgangsteilnehmerInnen entstehen neue achtsame Beziehungen.

Interne offene Lernprozesse
Reflexionen werden in schriftlicher und mündlicher Form erlernt und erarbeitet. Da es gerade im Bildungsbereich wichtig ist, mit dem Team im Betrieb, mit Eltern und Angehörigen, achtsam zu kommunizieren. Konflikte zu erkennen und achtsam darauf zu reagieren. Das TrainerInnen-Team steht immer für Gespräche zur Verfügung. Andererseits wird durch die achtsame Umgangsform schnell klar, dass durch das achtsame Klima ein angstfreier Umgang möglich ist. Die Evaluation erfolgt im Team und durch die Behörden. Anregungen und neue Bildungsideen werden immer wieder erarbeitet und die Ausbildung/en auf dem neuesten Stand der Bildung und Bildungskonzepten gehalten.

Partnerschaften und Netzwerke
Die Ausbildung zur /m Kindergruppenbetreuungsperson & Tagesmutter/Tagesvater + NUEP setzen diese Schlüsselqualifikationen ein. Da später im Team gearbeiet werden soll, können einerseits Führungsqualifikationen und andererseits Bildungskompetenzen erarbeitet werden, die noch nicht bekannt sind. Da die Lehrgänge multikulturell sind, sind hier schon Entwicklungen durch die Vielfalt gegeben. Lebenswelten werden ausgetauscht und der Bildungsinhalt in Einzel- und Gruppenarbeiten erarbeitet und umgesetzt. Die Kompetenzen werden gefördert und persönliche Fähigkeiten weiterentwickelt. Daraus entstehen dann oft gemeinsame Betriebskonzepte oder Ideen für Projekte im eigenen Betriebe. Da Prozesse ins Laufen kommen, vertiefen die Lernenden in den Weiterbildungsangeboten ihre Kompetenzen und Qualifikationen. Da die multikulturellen TeilnehmerInnen manchmal in ihre Heimat zurückkehren, nehmen sie das erworbene Wissen mit und wir haben schon weltweit Rückmeldungen und Jobangebote für unsere neuen LehrgangsteilnehmerInnen.
Letzte Änderung: 17.03.2018
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Wirkungsbereiche


Gesamtösterreich

Laufzeit


19.03.2018 - 26.04.2018

Bildunsgbereiche


Kindergarten
Vorschule + 1.-4. Schulstufe
Erwachsenenbildung
Betriebliche Aus- und Weiterbildung
Kommunale Bildungsprojekte
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)

Themenbereiche


Gesellschaft, Politik
Gesundheit/Ernährung
Gleichstellung von Frau und Mann
Globales Lernen
Interkulturelle Bildung und Friede
Klima- und Umweltschutz
Kunst und Kultur
Menschenrechte
Natur / Biologische Vielfalt
Stadt & Land nachhaltig entwickeln

Durchführende Organisation

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