Sustainability Adventure - #SDG-Reporters4Change

Logo "Sustainability Adventure" ist ein multimediales und teilhabe-orientiertes Storytelling Programm, das ausgewählte Schulklassen zu Co-Reportern von unseren SDG Reportern macht. Unsere SDG Reporter sind weltweit ehrenamtlich im Einsatz und teilen per Social Media SDG Stories live mit ihren Partnerschulklassen zu Hause. Die Schulklassen ergänzen die Berichterstattungen mit Recherchen und stellen den Bezug zur lokalen Lebensumwelt her. Das gemeinsame Recherchieren von glokalen SDG-Lösungsansätzen macht Mut für Veränderung!

Darstellung

Das Sustainability Adventure ist ein innovatives Multistakeholder-Bildungsprogramm zu den SDGs. Zielgruppe: - LehrerInnen (wertvoll, da MultiplikatorInnen über Projektdauer hinaus) - SchülerInnen (gratis Teilnahme, d.h. unabhängig vom finanziellen Hintergrund der Eltern, die Welt gehört allen) - Umwelt-und kultursensible Reisende mit großem Nachhaltigkeitsinteresse 18-38 jährige Gap-Year-Reisende werden zu ehrenamtlichen SDG Reportern ausgebildet. ViA vernetzt sie im Anschluss mit Partnerklassen. Während ihrer außergewöhnlichen CO2-freundlichen Reise haben sie die Mission globale Nachhaltigkeits-Challenges & inspirierende SDG Lösungsansätze zu finden und diese via sozialer Medien über Storytelling mit ihren Partnerklassen zu Hause zu teilen. Durch den monatelangen, intensiven Austausch und die geteilten Abenteuer, ermöglichen sie allen Beteiligten (sich selbst, Schülern, Lehrern+Politikern) einen Perspektiv-& Bewussteinswandel. Eine neue Generation von Change Makern wird zu globale BürgerInnen & lernt wie wir glokal die SDGs erreichen können. Aktivitäten: Unsere SDG Reporter reisen möglichst klimafreundlich zu Nachhaltigkeits-Initiativen weltweit & berichten über mehrere Monate hinweg zu urbanen+ruralen Nachhaltigkeits-Challenges in allen 17 SDG Bereichen. Diese teilen sie mit ihren Partnerklassen, die in ihren lokalen Kontexten nach ähnlichen +ergänzenden Lösungsansätzen suchen. Als SDG Reporter arbeiten sie über merhere Monate hinweg eng mit Schulklassen zusammen&bringen spielerisch die Vernetztheit der SDGs mithile von Storytelling +geteilter Recherchechallenges ins Klassenzimmer. Wir stellen für alle Teilnehmenden Trainings zusammen&begleiten sie während der gesamten Reise unterstützend. Zudem dokumentieren wir die SDG Lösungen. Ziele? - SDGs interaktiv und kreativ vermitteln - Mutmachen für den Wandel - Globales Lernen + BNE vorantreiben - Kraft des Storytelling soll die Welt(der Lösungen)emotional+rational näherbringen - Inspiration&Ermächtigung von Global Citizens auf allen Ebenen der Gesellschaft - Komplexität spielerisch vermitteln und Angst davor nehmen (alles hängt mit allem zusammen, dafür gibt es ÜBERALL Lösungsansätze) Durch das Mitverfolgen und Mitgestalten der flugzeugfreien Nachhaltigkeits-Reise durch die Welt lernen die Schüler und Schülerinnen nicht nur aktuelle gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen, sondern auch zukunftsfähige Lösungsansätze für Reisen, Kleidung, Essen, Landwirtschaft, politische und wirtschaftliche Mitgestaltung u.v.m. hautnah und im Dialog mit anderen Kulturen kennen. Unsere Partner-LehrerInnen, werden vom Forum ViA dabei unterstützt, ihren Lehrplan 1-2 mal pro Monat durch live übermittelte Praxis-Beispiele (z.B.Video-und Fotoreportagen) und „Challenges“ aus aller Welt für die Schüler spannend, interaktiv und interdisziplinär zu gestalten. Wie funktioniert das Projekt genau? In monatlichen "Challenges" können die SchülerInnen zusätzlich im digitalen Austausch mit den SDG ReporterInnen und den anderen Partnerschulklassen z.B. entscheiden, wo die Reise als nächstes hingeht, was man kulturell am jeweiligen Ort beachten muss und welche Fortbewegungsmittel auf der Reise gewählt werden sollen (vgl. hierzu beispielsweise die erste ViA Challenge, bei der die Jugendlichen entscheiden sollten, ob die SDG ReporterInnen per Zug, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad von Portland, OR nach San Francisco, CA fahren sollten). Die Ambassadors melden per Videobotschaften, Blogeinträgen und Fotodokumentationen zurück, ob der Plan der Schulklassen aufgeht. Die Kenntnisse, die in der Schule erlernt werden, können so sofort erprobt werden und für ein gemeinsames Lösen von Nachhaltigkeitsherausforderungen angewandt werden.

KooperationspartnerInnen

Kooperationsnetzwerk Österreich: - SDG Watch Austria (Mitglied) - Forum Umweltbildung/Umweltdachverband Österreich (Bildungslandkarte) - Ökosoziales Studierenden Forum (Masterarbeitenplattform für Projektevaluationen) - Universitäten (z.B. EvKooperationsnetzwerk Österreich: - SDG Watch Austria (Mitglied) - Forum Umweltbildung/Umweltdachverband Österreich (Bildungslandkarte) - Ökosoziales Studierenden Forum (Masterarbeitenplattform für Projektevaluationen) - Center for Systems Solutions (Games4Sustainability) - Südwind e.V. (gemeinsame Projektanträge in der Vergangenheit) - Naturfreunde Internationale (Kommunikation) - Lebensart Verlag (Medienpartner) PartnerInnen International: - Unsere Partnerschulen und PartnerlehrerInnen in Österreich, Deutschland, USA (Pionier- Partnerschulern im Pilotprojekt: Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und Wirtshaft, Wien 13; Neue NÖ Mittelschule Retz; Harrison Preparatory Academy (WA USA)) - Unsere SDG Reporter (für die Dauer ihres ehrenamtlichen Einsatzes) - Sponsoringpartner (z.B. Patagonia USA) - Universitäten (z.B. Gothenburg University und BOKU Wien für Evaluationen, Recherche-Unterstützung, Ausstellungs - und Veranstaltungspartner, Rekruitierung neue Teilnehmende) aluationen, Recherche-Unterstützung, Ausstellungs - und Veranstaltungspartner, Rekruitierung neueTN) - Center for Systems Solutions (Games4Sustainability) - Südwind e.V. (gemeinsame Projektanträge) - Naturfreunde Internationale (Kommunikation) - Lebensart Verlag und Shareable.net (Medienpartner) PartnerInnen International: - Unsere Partnerschulen und PartnerlehrerInnen in Österreich, Deutschland, USA (Pionier- Partnerschulern im Pilotprojekt: Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und Wirtshaft, Wien 13; Neue NÖ Mittelschule Retz; Harrison Preparatory Academy (WA USA)) - Unsere SDG Reporter (für die Dauer ihres ehrenamtlichen Einsatzes) - Partner für Upscaling: Shareable.net USA, SCORAI.org (Sustainable Consumption Research and Action Initiative), Future Earth Network Japan - Bildungsministerium Österreich (hat Pilot-Homepage mitfinanziert: www.sustainability-adventure.org)

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

- Durch die das ViA-Partner- und Kooperations-Netzwerk, sowie die Weiterentwicklung des Finanzierungs-Modells über Sponsoring wird die Professionalisierung und Skalierung kontinuierlich vorangetrieben (Austria-Finalisten im größten Grünen Start-up Wettbewerb: Climate Launchpad 2019) - 7 Jahre Projektlaufzeit sind gemeistert & im Oktober 2019 startet der 14.SDG Reporter per Segelschiff zur Klimekonferenz in Chile. Das ist nur möglich, weil seit Beginn des Projekts 2013 viele Menschen begeistert + mit tausenden Std ehrenamtlich mitangepackt haben. - Das Projekt begeistert nicht nur Teilnehmende, sondern auch Medien&Partnerorganisationen, die immer wieder über das Projekt berichten (s. Öffentlichkeitsarbeit). - Neben Auszeichnungen (s.unten) waren wir z.B. 2018 eingeladen, unser Projekt auf der internationalen SCORAI Konferenz (Kopenhagen 2018) bzw. dem SDG Sharing Cities Summit (Schweden 2019) vorzustellen und unsere Ergebnisse/z.B. in Form von Instagram-Foto-Story Exhibitions in mehreren internationalen Ausstellungen zu zeigen (s.Öffentlichkeitsarbeit). - Das Projekt lebt durch den begeisterten Einsatz vieler Freiwilliger und finanzielle Engpässe konnten z.B. durch Solidaritätsbeiträge (Homepage-Programmierung, Zeitspenden etc.) überbrückt werden. - Das CO2 sensible Reisen unserer SDG ReporterInnen hat mehr als 90 Tonnen CO2 eingespart - . - Evaluationen&Feedbacks zeigen, dass bei unseren inzwischen mehr als 400 Teilnehmenden ein Bewusstseinswandel eingesetzt hat. - mehrere Alumni-SDG Reporter&SchülerInnen engagierten sich auch nach der gemeinsamen Lernreise weiter und unterstützen aktiv die Programm-Weiterentwicklung ! - Durch den engen Austausch mit den PartnerlehrerInnen und die wissenschaftliche Evaluation durch zwei Masterarbeiten, garantieren wir die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung des Programms.

Ergebnisse / Produkte

Bisher: >>> Über 400 SchülerInnen und 14 SDG ReporterInen beteiligten sich bereits engagiert und gestalteten das Sustainability Adventure Programm aktiv mit. >>> Die gemeinsam gemeisterten Challenges und Lösungsvideos wurden unter den Teilnehmenden ausgetauscht und teilweise auf der ViA Homepage als gratis Lehrmaterialien veröffentlicht. >>> Die Partnerschulklassen und weitere Interessierte weltweit, verfolgen die Nachhaltigkeits-Lernreise ihrer persönlichen SDG ReporterInnen über die neuen Medien (z.B. Instagram) >>> 2 Evaluationen die zeigen: erhöhtes Bewusstsein in Bezug auf globale Herausforderungen, globale (systemische) Zusammenhänge und gestalterische Lösungsansätze dazu >>> Außerdem: Gestärkte Völkerverständigung (erreicht durch Kontakt zwischen Partnerschulen und virtuelle Begegnung mit den Kulturen und Individuen, die auf der Reise kennengelernt und in Videobotschaften vorgestellt wurden) LINK ZUM Pilotprojekt-VIDEO : https://www.youtube.com/watch?v=AMTyIgnwuAc (5.Datei für den nächsten Punkt "Bilder/Videos" konnte nicht hochgeladen werden) >>> Das Projekt wurde seit 2013 mehrmals im Rahmen von Konferenzen, Schulpräsentationen, Messen/Märkten und in Publikationen vorgestellt und mehrfach ausgezeichnet (siehe Öffentlichkeitsarbeit bzw. Erfolge bei der Umsetzung) >>> Projektwebseite mit kontinuierlich wachsenden Content und gratis zur Verfügung gestellten Lehrmaterialien und Trainingseinheiten für teilnehmende LehrerInnen, SchülerInnen und SDG-ReporterInnen (www.forum-via.org) - Zukunft: Bis 2030 wollen wir das Programm mit einer neuen Finanzierungsstrategie (z.B. Sponsoringpartnerschaften mit grünen Pionierunternehmen im Heimatland) auf weitere Länder ausweiten und jährlich pro Land 20 SDG Reporter mit je 2 Schulklassen vernetzen. Damit wollen wir jährlich unsere Reichweite ausbauen und bis 2030 bis jährlich 1000 SchülerInnen pro Land mit einem qualitativen Austauch erreichen.

Öffentlichkeitsarbeit

Um eine größtmögliche Öffentlichkeitswirkung zu entfalten, werden die Lernreisen mitdokumentiert. Neben der virtuellen Dokumentation auf der Projekthomepage und der Verbreitung über soziale Medien wie z.B. Instagram und YouTube (Zielgruppen-adequat), erfolgen parallel Publikationen und Veröffentlichungen der Best-Practice Beispiele, Projektergebnisse und Erfahrungen über weitere Kanäle: >>> Homepage www.forum-via.org >>> Homepage mit interaktiven Elementen (aktuell in der Umgestaltung): sustainability-adventure.org >>> Instagram, Twitter und Facebook: www.instagram.com/sustainability_adventure, www.twitter.com/forum_via und www.facebook.com/forumvia >>> Diashows/Präsentation an Partnerschulen und weiteren Einrichtungen (Universitäten, Hochschulen, in NGOs/Vereinen usw.) >>> Publikationen (Kooperation mit dem LEBENSART Magazin, einem deutschschprachigen Pädagogikmagazin Beiträge für die UN SDG Action Awards Plattform und einen Bericht der UNEP) >>> Medienecho in Österreich (u.a. Biorama Interview, Naturfreunde Internationale), Deutschland und USA (u.a. Shareable.net) >>> Fotoausstellungen der besten Instagram Beiträge (ausgewählt u.a. von PartnerschülerInnen-Jury) an der University Gothenburg, der Universität Malmö und dem Kulturzentrum Bla Stallet (alle 2019 in Schweden) >>> Konferenz- und Veranstaltungsteilnahmen zur Thematik mit Projektpräsentationen(z.B. UN Alliance of Civilizations Global Youth Forum, Vienna 2013, SCORAI Europe Konferenz Copenhagen 2018, Markt der Möglichkeiten SOAK Forum Umweltbildung, Wesenufer 2019)

Finanzierung

öffentlich finanziertprivat finanziertEinnahmen durch Mitgliedsbeiträge, Verkauf von Produkten, Kursen etc.Sponsoring, Spenden, Stiftungen

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
In unserem Leitbild und unseren Prinzipien orientieren wir uns stark an den Kriterien für Bildung für nachhaltige Entwicklung und für Globales Lernen (global education), denn unsere Projekte haben nicht nur zum Ziel Wissen zu globalen Zusammenhängen zu vermitteln, sondern auch einen persönlichen Bezug zu den aktuellen Herausforderungen herzustellen und damit die nächste Generation dazu zu befähigen, nachhaltige Aktionen selbst umzusetzen. Werte wie Toleranz, Empathie, Solidarität, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Teilhabe sind dabei nicht ein Versprechen für die ferne Zukunft, sondern Visionen, die heute schon auf unterschiedliche Weise in Aktion sind und von unterschiedlichen Gruppen weltweit aktiv praktiziert werden. Indem wir diese positiven Beispiele den jungen Menschen näher bringen und sie gleichzeitig dazu anregen, diese Ideen zu hinterfragen, nachzurecherchieren und selbstreflektiert in ihre Zukunftsvisionen einzubinden, möchten wir sie ein Stück auf dem Weg begleiten, aufgeklärte, globale Bürgerinnen und Bürgern zu werden. (vgl. www.forum-via.org). Um die Kerninhalte und Werte von ViA noch deutlicher zu zeigen, möchten wir diese anhand der Kriterien des Leitbilds der BNE kurz skizzieren: Leitbild Nachhaltige Entwicklung: Zentrales Anliegen von ViA ist es persönliche Motive und Interessen sowie Lebensgewohnheiten und gängige gesellschaftliche Leitbilder zur Diskussion zu stellen und gemeinsam mit den SchülerInnen zu überlegen ob diese nachhaltig sind. Im Projekt Choose Your Own Sustainability Adventure wird dies erreicht, indem die ViA Ambassadors drei Schulklassen mit auf eine möglichst nachhaltige Reise zu Nachhaltigkeits-Initiativen der Welt mitnehmen. Die teilnehmenden SchülerInnen und LehrerInnen sind eingeladen sich virtuell in die Reise einzubringen und mitzudiskutieren (z.B. welche Art der Fortbewegung von den SDG ReporterInnen gewählt werden soll und welche Auswirkungen die Entscheidung auf die Umwelt (z.B. Impact Flugzeug/Frachtschiff), auf die dafür verwendete Zeit (z.B. Fahrrad/Fußwanderung), auf ökonomische Implikationen (z.B. Kosten für Alternativen zum Flugzeug) und auf viele weitere Lebensbereiche haben könnte. Da Nachhaltigkeit kein eindimensionales Konzept ist, sind Entscheidungskonflikte inhärent. Es sollen daher multi-dimensionale Ansätze im Konfliktumgang auf konstruktive Art und Weise näher gebracht werden und soziale, ökologische, kulturelle und ökonomische Faktoren in der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Die PartnerlehrerInnen meldeten uns zurück, dass diese Aspekte bereits in den ersten Challenges sehr erfolgreich umgesetzt wurden.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
2./7./8. Mehrperspektivität/Transdisziplinarität, Partizipationsorientierung und Lebenswirklichkeit der Lernenden: Weil interdisziplinäres Arbeiten, sowie die Zusammenarbeit mit PartnerInnen aus der Praxis holistisches und vernetztes Denken fördert, wird das Programm bei ViA in enger Kooperation mit seinenKooperationspartnerInnen der österreichischen und internationalen Jugendarbeits- und Nachhaltigkeitsszene für einzelne Projekte entwickelt. Im Sinne der Transdisziplinarität arbeiten wir außerdem schon seit der Konzeptualisierungsphase in engem Austausch mit SchülerInnen und LehrerInnen um deren Erfahrungswelten und Perspektiven zielführend in die Projekte zu integrieren. Durch die oben angesprochene Curricula- Anpassung versuchen wir in Zusammenarbeit mit PraxispartnerInnen (z.B. LeherInnen einzelner Fächer) möglichst viele der oben genannten Themenbereiche so aufzubereiten, dass die systemische Abhängigkeit zwischen einzelnen Bereichen allen Beteiligten klarer wird.

Zukunftsorientierung
ViA will seine TeilnehmerInnen nicht überfordern, sondern sie dazu befähigen selbst aktiv für eine nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu werden. Durch das Praxis-orientierte Schildern der bereits existierenden Vielfalt alternativer Pfade soll den Jugendlichen Motivation für Mitgestaltung mitgegeben werden. LehrerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen können z.B. durch das parallele Einladen von visionären PraxispartnerInnen dazu beitragen offene Lernprozesse zu gestalten und direkte Handlungsoptionen in den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft aufzuzeigen. Im ViA Programm Sustainability Adventure werden den SchülerInnen Stories und Challenges übermittelt, die diese innerhalb eines bestimmten Zeitraums zusammen mit LehrerInnen unterschiedlicher Fächer (z.B. Chemie, Erdkunde und Englisch) co-recherchieren und bereichern sollen. Die ViA SDG ReporterInnen werden den Recherchen und Vorschlägen (z.B. zur Frage: Wie und wo kommen eure Erdbeeren im Winter her) nachspüren und die Ergebnisse in Bild und Videodokumentationen an die Teilnehmenden zurückschicken. So können durch die Thematisierung und Reflexion gemachter Erfahrungen und Einsichten vertiefte Erkenntnissen gewonnen werden und alternative Fähigkeiten (wie im Fall unserer 2. Challenge: Wissen um nachhaltigen, sowie regionalen/saisonalen Erdbeeranbau) gestärkt.

Globale Perspektive
Im Programm Sustainability Adventure wird durch die journalistisch gestaltete, nachhaltige Lernreise zu globalen AkteurInnen der Nachhaltigkeit und im Dialog zwischen amerikanischen und österreichischen SchülerInnen Völkerverständigung nicht nur gelehrt, sondern (mit-)erlebt. Dass durch kulturellen Dialog und Reisen in der Regel Werte wie Toleranz, Empathie und Solidarität gefördert werden, ist ein wichtiger Aspekt der Lernreise, der durch die partizipative virtuelle Einbindung inkl. moderner Medien fast nichts von seinem Erlebnischarakter einbüßt. Weiters zeigen die von uns weltweit besuchten Initiativen (z.B. das "Homeless Garden Project" in Santa Cruz, Kalifornien oder der Fonds für soziale Entwicklung in Mexikostadt, der Mikrokredite v.a. an Frauen gibt – vgl.Projekthomepage bzw. Social Media Dokumentation), dass Werte wie Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Teilhabe nicht ein Versprechen für die ferne Zukunft sind, sondern Visionen, die heute schon auf unterschiedliche Weise in Aktion sind und von unterschiedlichen Individuen und Gruppen (z.B. inter- und intragenerativ) weltweit aktiv praktiziert werden. Indem wir diese positiven Beispiele den jungen Menschen näher bringen und sie gleichzeitig dazu anregen, diese Ideen weiterzuentwickeln und selbstreflektiert in ihre Gegenwart und Zukunftsvisionen einzubinden, möchten wir sie ein Stück auf dem Weg begleiten, aufgeklärte, globale Bürgerinnen und Bürgern zu werden. (siehe auch Kriterienbündel 3, Lebenswirklichkeit der Lernenden)

Kritisches Denken und Problemlösen
Kritisches Denken, Problemlösen ist eins der zentralen Ziele des Projekts. Durch Good-Practice Beispiele sowie durch den Dialog mit Stakeholdern und Betroffenen gegenwärtiger Praktiken (z.B. der Einfluss von unserem Biospritkonsum auf die globale Landwirtschafts- und Ernährungssituation vermittelt z.B. durch Interviews/Skypegesprächen zwischen Schülern und Maisbauern aus Mexiko) können Zusammenhänge erkannt und innovative Lösungsansätze gefunden werden. Durch die Wahl der Beispiele auf der Lernreise werden Paradigmen kritisch hinterfragt (z.B. exponentielles Wirtschaftswachstum, Rebound-Effekte bei einseitigen Effizienz-Lösungsstrategien) und gezeigt werden, dass einseitige Globallösungen nicht ausreichen und es ein globales Zusammendenken und Zusammenarbeiten braucht.

Methodenvielfalt
ViA versucht durch Anwendung einer Vielfalt von Methoden (partizipatives, aktivierendes Lernen in Kleingruppen, Dialog über Moderne Medien, von den LehrerInnen unterstützte Methoden (z.B. Erstellung von Flipcharts, Videos und Powerpointpräsentationen), interaktives Online Interface etc., eine Hinwendung zu zeitgemäßen und erlebnisorientierten Lernansätzen zu fördern (siehe auch Kriterienbündel 2)

Partizipationsorientierung
Da die SchülerInnen beispielsweise entscheiden, wo die Reise hingeht und wie sie möglichst nachhaltig gestaltet wird, investieren sie nicht nur Zeit und erarbeitetes Wissen, sondern auch Emotionen und Erwartungen in den Verlauf der Lernreise, was das Erlebte längerfristig verankert. Aber nicht nur die SchülerInnen, sondern auch die ViA-SDG ReporterInnen und die Lehrenden sind durch die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation mit den SchülerInnen am Lernprozess beteiligt. Siehe auch Kriterienbündel 2: Transdisziplinarität ist dort verstanden als Einbindung von Praxisakteuren und Stakeholdern; Interdisziplinarität wird bei ViA als Verschränkung unterschiedlicher fachlicher Expertisen/Inputs umgesetzt – beides ist zentral in der Planung und Durchführung des Projekts.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Die Auswirkung von eigenen Handlungen oder Handlungen des eigenen Staates auf andere Länder, wird in der globalen Lernreise durch einen Kulturvergleich der Lebenswirklichkeiten der SchülerInnen selbst herausgearbeitet (Bsp.: unterschiedlicher Ressourcenverbrauch (z.B. USA/Österreich und Mexiko), Vermittlung der Idee von Klimagerechtigkeit und die Tatsache, dass Umweltprobleme sehr oft grenzüberschreitend sind und dass es eine gewisse Verantwortung auf unterschiedlichen Seiten der Grenze gibt, solche Probleme (gemeinsam) zu lösen. Jede/r kann etwas beitragen und transnationale Verantwortung übernehmen. Dass Reisen bildet, wussten bsp. schon Goethe und Mark Twain. Die SchülerInnen können durch die virtuelle Einbindung in die nachhaltige Gestaltung der Reise nicht nur Einblicke in andere Perspektiven auf Nachhaltigkeit bekommen, sondern schon in frühem Alter und unabhängig vom familiären/finanziellen Hintergrund kultursensible und ökologische Reisemodelle "ausprobieren".

Interne offene Lernprozesse
Um die Lernreise als integralen Bestandteil der Lehrpläne verwendet werden zu können, wurden von Beginn an LehrerInnen, Bildungs- und NachhaltigkeitsexpertInnen in das Setting des Projekts eingebunden. In Zusammenarbeit mit den LehrerInnen der Partnerschulklassen wird das Projekt kontinuierlich besprochen und evaluiert (per Email und Skype). Der Inhalts- und Strukturprozess bleibt auch über die gesamte Laufzeit des Projekts offen, um im Dialog mit den Schulen flexibel Lernkurven berücksichtigen zu können. Das Projekt unterliegt damit selbst einem offenen Lernprozess und wird ständig erweitert und verfeinert. Siehe auch Kriterienbündel 2

Partnerschaften und Netzwerke
Wie bereits im Kriterienbündel 2 geschildert, legt ViA einen großen Wert auf die Schaffung von Synergieeffekten mit anderen aktiven Akteuren der Nachhaltigkeits-, Schul- und Jugendarbeit. Die Mitglieder von ViA haben über ihre langjährige Arbeit im Nachhaltigkeitsbereich zahlreiche Kontakte in unterschiedliche Bereichen der Nachhaltigkeit (Wissenschaft, Lehre, Zivilgesellschaft, öffentlicher Sektor, Eco-Social Entrepreneurs usw.) und auf unterschiedlichen Ebenen (lokal/regional, national und international) --> vgl. ViA-Homepage. Es wird kontinuierlich versucht, diese Akteure über Länder- und Arbeitsbereichsgrenzen hinweg durch unsere Projekte zu vernetzen und deren Expertise in die weitere Projektentwicklung bei ViA einzubinden (Bsp. Beirat von ViA, siehe Punkt KooperationspartnerInnen weiter oben). Ein großes Netzwerk internationaler PartnerInnen aus Wissenschaft und Praxis (z.B. Italien, Frankreich, Spanien, U.S.A, Costa Rica, Mexiko, Kenia, Uganda, Jordanien, Vietnam, Japan u.v.m.) garantiert, dass unterschiedliche kulturelle Perspektiven auf nachhaltige Entwicklung und Herausforderungen unserer Zeit in den ViA Projektkonzepten Berücksichtigung finden. Vor Ort in Österreich freuen wir uns über die bisherige Unterstützung wie z.B. die des ÖKOLOG- und des PILGRIM Schulnetzwerks, sowie die des Forum Umweltbildung
Letzte Änderung: 22.09.2019
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Ausgezeichnet mit:
Wap Ausgezeichnet
Ausgezeichnet mit:
Ausgezeichnet als Dekadenprojekt

Wirkungsbereiche


Gesamtösterreich

Laufzeit


26.09.2013 - Projektende offen

Bildunsgbereiche


5.-13. Schulstufe
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)
Sonstiger

Themenbereiche


Abfall und Beschaffung
Energie
Gesellschaft, Politik
Gesundheit/Ernährung
Gleichstellung von Frau und Mann
Globales Lernen
Interkulturelle Bildung und Friede
Klima- und Umweltschutz
Konsum
Kunst und Kultur
Land- und Forstwirtschaft
Medien
Menschenrechte
Mobilität
Natur / Biologische Vielfalt
Wasser
Wirtschaft
Sonstiger
Stadt & Land nachhaltig entwickeln

Durchführende Organisation

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