Mut in the City

Stadtspaziergänge zu ermutigenden und inspirierenden Projekten und Initiativen, die sich für einen ökologischen, wirtschaftlichen oder sozialen Wandel einsetzen.

Darstellung
Mut in the City ist ein Bildungsangebot der Mutmacherei, das bereits in Wien und Graz stattgefunden hat, die Ausweitung auf weitere Städte ist geplant. In ca. dreistündigen Spaziergängen durch ausgewählte Stadtteile und "Grätzel" werden mit den Teilnehmenden ermutigende und inspirierende Projekte und Initiativen besucht, die sich für einen ökologischen, wirtschaftlichen oder sozialen Wandel einsetzen. Zunächst gibt es einen erklärenden Input der Projektbetreiber*innen und Ausführungen zu den Nachhaltigkeitsthemen, mit denen sich das Projekt auseinandersetzt. Im Anschluss findet ein offener Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Projektbetreiber*innen statt. Die Teilnehmenden können Fragen stellen, diskutieren, ihre Sichtweisen reflektieren, mehr über Motivation, Hintergründe und Herausforderungen der Projekte erfahren. Bei einigen Stationen ist es auch möglich, selbst aktiv zu werden, etwas auszuprobieren oder mitzuhelfen. Ziel der Bildungsveranstaltung ist es, den Teilnehmenden einen Einblick in die breite Palette an Nachhaltigkeitsaktivitäten zu geben, ein besseres Verständnis für die zugrundeliegenden Themen zu schaffen und durch den direkten Kontakt mit den Akteur*innen des Wandels einerseits Berührungsängste mit dem Nachhaltigkeitsthema abzubauen, andererseits einen persönlichen Bezug herzustellen und neugierig zu machen. Dies sehen wir als Basis für ein mögliches späteres Aktivwerden der Teilnehmenden. Bei der Zusammenstellung der Routen wird auf eine ausgewogene Mischung aus Werkstätten, Nonprofit-Organisationen, Grünräumen und Geschäften geachtet.

KooperationspartnerInnen
* SERI Wien http://seri.at * VCÖ Wien http://vcoe.at * Grüne Akademie Graz http://gruene-akademie.at * Umweltberatung Wien http://umweltberatung.at * Masaryk University Brünn http://fss.muni.cz/en * Dunavision http://dunavision.eu

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung
Ein Erfolg war, dass wir schon mehrfach Teilnehmende aus anderen Ländern dabei hatten und Anfragen von ausländischen Institutionen bekommen haben.

Ergebnisse / Produkte
Laufende Durchführung der Veranstaltungen (mind. einmal pro Quartal) Ausweitung auf weitere Städte (demnächst Linz und Baden) Erweiterung des Angebots an Routen in Wien Fotodokumentationen

Öffentlichkeitsarbeit
Fotodokumentationen, Online-Berichte auf der Website, im Newsletter und in den Social Media

Finanzierung
privat finanziert
Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, Verkauf von Produkten, Kursen etc.

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung:
Den Teilnehmenden Impulse zum Hinterfragen der eigenen Werthaltungen, Lebensgewohnheiten und Weltsichten ist ein zentrales Anliegen von Mut in the City. Bei den Veranstaltungen gibt es immer wieder Gelegenheit, die dabei auftretenden persönlichen Ziel- und Interessenskonflikte sowohl auf Seite der Teilnehmenden als auch der besuchten Akteur*innen zu reflektieren und von einander zu lernen. Das bei den einzelnen Stationen Erfahrene und Gelernte soll dazu anregen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Rahmen eines erweiterten Kontexts zu hinterfragen.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität:
Jeder der inspirierenden Stadtspaziergänge deckt eine Reihe von unterschiedlichen Themen ab, z.B. Gemeinschaftsgärten (Ernährungssouveränität, biologischer Anbau, ...), E-Bikes (zukunftsfähige Mobilität, Alternativen zu fossilen Energien, ...), Upcycling-Werkstatt (Lebenszyklen von Produkten, Nachhaltigkeitsaspekte von Werkstoffen, Do it yourself-Bewegung, ...)

Kritisches Denken und Problemlösen:
Die besuchten Stationen sind Beispiele für Problemlösungen. Die Teilnehmenden können mit den Projektbetreiber*innen deren Lösungsansätze reflektieren, dazu Fragen stellen, kritische Punkte ansprechen, ihr eigenes Wissen einbringen, Verbesserungsvorschläge machen etc. Durch das vielfältige Wissen der Teilnehmenden aus verschiedenen Disziplinen ergeben sich unterschiedliche Sichtweisen, die wiederum Diskussionsstoff aufwerfen und anhand der Praxiserfahrungen der Projektbetreiber*innen abgeglichen werden können.

Methodenvielfalt:
Neben den Gesprächen mit den Projektbetreiber*innen finden wechselnde Aktivitäten statt, z.B. interaktive Kennenlernrunden, flashmobartige Interventionen im öffentlichen Raum, kleine soziale "Mutproben", Ausprobieren im Rahmen der vorgestellten Projekte (z.B. Fahren mit einem Lastenfahrrad, ...)

Partnerschaften und Netzwerke:
Durch den Besuch der Stationen ergeben sich stets neue Kontakte zu Akteur*innen des Wandels, die durch die Bildungsveranstaltung Bekanntheit für ihr Projekt erlangen. Es bilden sich zunehmend bleibende Vernetzungen. siehe auch "Kooperationspartner".

Letzte Änderung: 30.11.2013

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Ausgezeichnet mit:
Ausgezeichnet als Dekadenprojekt

Wirkungsbereiche:
Gesamtösterreich

Laufzeit:
10.08.2012 - Projektende offen

Bildunsgbereiche:
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung
Betriebliche Aus- und Weiterbildung
Kommunale Bildungsprojekte
informeller Bildungsbereich (NGO, Vereine, etc.)
Sonstiger

Themenbereiche:
Energie
Gesellschaft, Politik
Gesundheit/Ernährung
Klima- und Umweltschutz
Konsum
Mobilität
Wirtschaft
Sonstiger