Co-Creation Space: Nachhaltige Gütermobilität im Transport School Lab

Im Rahmen des entwickelten Co-Creation-Space „Transport School Lab“ wird jungen Menschen aus unterschiedlichen Schultypen, aber auch potenziellen (zukünftigen) QuereinsteigerInnen wie BerufsumsteigerInnen der Transport- und Logistikbranche das Thema nachhaltige Gütermobilität und die damit sehr breiten zukunftsträchtigen Betätigungsfelder nähergebracht.

Darstellung

Um dem herrschenden FachkräftInnenmangel am österreichischen Arbeitsmarkt, speziell im Bereich der nachhaltigen Gütermobilität, entgegenzuwirken, sollen zukünftig Strategien entwickelt werden, um eine Bewusstseinssteigerung in der Transport- und Logistikbranche zu erreichen. Um langfristige Perspektiven und dauerhafte Beiträge im Bereich Bewusstsein und Wissen rund um das Thema nachhaltige Gütermobilität für Jugendliche und junge Erwachsenen zu schaffen, ist es essentiell, auf innovative und interaktive Weise potenzielle zukünftige EntscheidungsträgerInnen dahingehend zu informieren. Als NutzerInnen und (zukünftige) GestalterInnen können Jugendliche und junge Erwachsene im Transport School Lab nicht nur im Bereich der nachhaltigen Gütermobilität Wissen aufbauen, sondern bekommen auch durch die wirtschaftliche Vernetzung mit Unternehmen einen Überblick über die Berufsbilder der Branche. Als WirtschaftspartnerInnen können potenzielle Stakeholder der Geschäftswelt junge Talente kennenlernen, den aktuellen Arbeitsmarkt an potentiellen Lehrlingen und MitarbeiterInnen persönlich wahrnehmen und so motivierte Jugendliche und junge Erwachsene für das Berufsfeld begeistern. Ebenfalls profitieren Interessensvertretungen, die Arbeiterkammer oder die Wirtschaftskammer von dem Transport School Lab, da hierdurch ebenfalls Berufsorientierung im Bereich Logistik passiert. Als NutzerInnen und GestalterInnen werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst zum einen als NutzerInnen von Verkehrsträgern und Verkehrsmitteln (z.B. bei der Bestellung von Waren) gesehen aber auch als GestalterInnen für die derzeitige und zukünftige Mobilität als potenzielle (zukünftige) ArbeiterInnen und Angestellte in der Logistikbranche. WirtschaftspartnerInnen definiert sämtliche Institutionen, welche aktuelle und zukünftige Möglichkeiten schaffen, um eine Wissenssteigerung der nachhaltigen Mobilität zu gewährleisten und die den Weiterbestand des Transport School Labs mittel- und langfristig (in Form von unterschiedlichen Unterstützungsvarianten) fördern können. Das Transport School Lab (vormals REWWay-Workshop) bietet in Zusammenarbeit mit dem Ennshafen und dem Logistikum-Team die Möglichkeit, nachhaltige Logistik hautnah zu erleben und theoretisches Wissen mit Eindrücken aus der Praxis zu kombinieren. Das inhaltliche Know-How durch das Logistikum im Zusammenhang mit dem optimalen Standort Ennshafen bietet die Möglichkeit, den theoretischen Inhalt Betätigungsfelder in der Logistikbranche optimal im Transport School Lab zu veranschaulichen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten, Planspielen und Diskussionen werden den TeilnehmerInnen praxisnahe Kenntnisse von nachhaltigen Gütertransportentwicklungen und Betätigungsfeldern in der Logistikbranche vermittelt, wobei die interaktive Erarbeitung von unterschiedlichen Themenbereichen gefördert wird. Dieses Setting ermöglicht WirtschaftspartnerInnen das Potenzial von jungen Erwachsenen und Jugendlichen zu sehen, kennen zu lernen und zu fördern. Die Stakeholder aus Lehre, Wirtschaft und Forschung werden durch das Co-Creation Setting aktiv in den Gestaltungsprozess miteinbezogen, wodurch für alle eine Win-Win Situation entsteht. Durch die Vernetzung mit der Wirtschaft sollen junge dynamische Arbeitskräfte der Zukunft angesprochen und gefördert werden. Die ausbildungs- und praxisorientierte Vernetzung durch die Transport School Labs steigert die lokale Wirtschaftsleistung durch gut ausgebildete Fachkräfte und fördert einen Aufschwung der Industrie. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen der Programmlinie „Junge Talente für die Energiezukunft“ finanziert.

KooperationspartnerInnen

EHG Ennshafen GmbH Karin Kainzinger Donaustraße 3 4470 Enns E-Mail: office@ennshafen.at Telefon +43 (0)7223 841 51-0 Fax +43 (0)7223 841 51-110

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Nach dem Pilotbetrieb des Transport School Labs können finanzielle Hindernisse auftauchen. Um gezielte, ausbildungsrelevante und langfristige Strategien für den laufenden Betrieb des Transport School Labs (vormals REWWay-Workshop) zu erreichen, ist es wichtig, finanzielle Ressourcen zur Absicherung des Personals dauerhaft zu generieren. Eine Integration der WirtschaftspartnerInnen durch unterschiedliche (finanzielle) Unterstützungsmodelle (beginnend von einer Unternehmenspräsentation bis hin zu einem Mentoring-System) muss gewährleistet werden, um einen langfristigen erfolgreichen Betrieb des Transport School Labs garantieren zu können. Hierbei besteht das Risiko, anfänglich die Finanzierung durch WirtschaftspartnerInnen nicht ausreichend zu erhalten, um die personellen Ressourcen der Lab-Vortragenden und -Leiter (Logistikum-Team und Ennshafen) abzudecken. Die personelle Absicherung ist jedoch Voraussetzung, um die Labs (Workshops) für Jugendliche und junge Erwachsen fortzusetzen. Das Transport School Lab ist folglich nach dem Pilotbetrieb im hohen Maße an die Finanzierung der WirtschaftspartnerInnen gebunden. Das langfristige Weiterbestehen des Transport School Lab passiert in Abhängigkeit der Finanzierungsformen bzw. der Finanzierungsunterstützung der lokalen (wie auch regionalen) PartnerInnen. Um diese Finanzierung zu erreichen wird an eine aktive Integration gedacht um Erfolge des Transport School Labs sicherzustellen.

Ergebnisse / Produkte

Die Entwicklungen des Co-Creation-Space Transport School Lab erfolgt durch die Erweiterung des REWWay-Workshop-Konzeptes nachhaltige Gütermobilität mit dem Binnenschiff, mit welchem schon über 800 TeilnehmerInnen in den vergangenen Jahren begeistert werden konnten. Diese Ausgangsbasis ermöglicht die Entwicklung des Transport School Labs. Um das Thema und die dazugehörigen Schwerpunkte attraktiv(er) für Jugendliche und junge Erwachsene zu gestalten, konzentriert sich das Transport School Lab vor allem auf eine praxisorientierte und erlebbare (Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit WirtschaftspartnerInnen = WirtschaftspartnerInnen) sowie interaktive Wissensvermittlung (Gamification). Die Maßnahme einer praxisorientierten Wissensvermittlung sieht vor, WirtschaftspartnerInnen aktiv in das Transport School Lab zu integrieren. Jugendliche, junge Erwachsene und WirtschaftspartnerInnen lernen sich kennen und tauschen sich aus. Neue Berufe werden vorgestellt und zeigen SchülerInnen neue berufliche Perspektiven auf (Berufsförderung). Die optimale Ausgangssituation wäre ein Mentoring-Programm zwischen Jugendlichen, jungen Erwachsenen und WirtschaftspartnerInnen, um eine persönliche und vertraute Ansprechperson mit Know-How im Bereich der Berufsorientierung/Berufsförderung zu finden. Die Maßnahme einer interaktiven Wissensvermittlung durch interaktive Lern-Methoden hat den Fokus, die inhaltlichen Themen auf spielerische Art zu vermitteln. Hier wird besonders darauf geachtet, dass vom klassischen Unterricht durch reine Frontalvorträge abgewichen wird. Mithilfe von Rollenspielen, praxisnahen Anschauungsbeispielen, Augmented Reality-Spielen, Wettbewerbssituationen, etc. wird die Thematik veranschaulicht und verinnerlicht. Für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene als aktive NutzerInnen sowie für die WirtschaftspartnerInnen wird der Fokus darauf gelegt, ein flexibles, anpassbares und adaptierbares Lab zu schaffen - weg vom klassischen Fachunterricht. Das Transport School Lab soll Jugendliche und junge Erwachsene Zusammenhänge erkennen lassen um ganzheitliche logistische Vorgänge zu verstehen. Das finnische Modell des „Phänomen-Unterricht“ kann als Basis für die Idee des flexiblen, anpassbaren und adaptierbaren Labs herangezogen werden. Die angebotenen Labs haben austauschbare Elemente und können je nach Zielgruppe und TeilnehmerInnen einfach eingegliedert werden. Das konkrete Ergebnis bzw. Produkt des Projekts der Programmlinie „Co-Creation Space: Junge Talente für die Energiezukunft“ (Klima- und Energiefonds) ist – wie im vorherigen Abschnitt beschrieben - das Transport School Lab. Die Auswirkung bzw. Ergebnisse des Transport School Labs auf die Wissensvermittlung/Wissenserweiterung hinsichtlich nachhaltige Gütermobilität werden nach jedem Lab durch eine Feedback-Runde mit den Jugendlichen, jungen Erwachsenen und anwesenden PädagogInnen sichtbar. Nach jedem Lab-Setting wird eine kurze Diskussionsrunde mit den Jugendlichen, jungen Erwachsene und Begleitpersonen (PädagogInnen) durchgeführt. Die für uns wichtigen Auswirkungen für Jugendliche und junge Erwachsene als NutzerInnen und GestalterInnen sind die Steigerung des Wissens im Bereich nachhaltige Gütermobilität und das Interesse und die positive Resonanz über die Wissensvermittlung. Eine positive Mundpropaganda erhöht die Anfragen an weiteren Exkursionen. Unser Ziel ist es, eine Wissensvermittlung über die nachhaltige Entwicklung im Bereich der Gütermobilität zu schaffen, sodass Jugendlichen und jungen Erwachsene ein Bewusstsein für die wirtschaftliche und ressourcenschonende Dringlichkeit entwickeln. Damit wird das Wissen für eine langfristige Verkehrsverlagerung vorangetrieben und veranschaulicht Jugendlichen und junge Erwachsene die Wichtigkeit einer nachhaltigen Gütermobilität. Zusätzlich öffnet es ihnen die Chance andere Berufe der Branche kennenzulernen. Durch die Vernetzung mit der Wirtschaft sollen junge dynamische Arbeitskräfte der Zukunft angesprochen und gefördert werden. Die ausbildungs- und praxisorientierte Vernetzung steigert die gesamte Wirtschaftsleistung durch gut ausgebildeten Fachkräfte und einen Aufschwung der Industrie.

Öffentlichkeitsarbeit

Erste Bewerbungs- und Verbreitungsmaßnahmen wurden zu Beginn des Pilotbetriebes (April 2017) gesetzt, indem auf der aktuellen REWWay (www.rewway.at) und REecoTrans (www.retrans.at) Website eine Namensänderung zum Transport School Lab und die überarbeiteten Inhalte entsprechend integriert wurden. Seit Beginn des Pilotbetriebes wird nun die Bezeichnung Transport School Lab durchgehend verwendet. Die Namensänderung passierte nicht nur aufgrund der inhaltlichen Änderung, sondern auch aufgrund der thematischen Identifikation. Transport und Logistik betrifft uns alle: fast täglich bestellen wir per Mausklick Güter auf Amazon und co. und denken meist nicht darüber nach welcher Prozess und welche Arbeitsleistung eigentlich dahinter stecken, bis das bestellte Päckchen uns erreicht. Genau dieses Bewusstsein und Wissen soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermittelt werden. Durch zahlreiche Konferenzen im Bereich Education und Transport (Euroma (Trondheim), WCTRS (Shanghai), EDULEARN(Barcelona), CSCMP (Orlando), ICERI (Sevilla), etc.), an welche auch in Zukunft teilgenommen wird, wird ein breites Publikum adressiert. Ebenfalls dient das umfangreiche Netzwerk des Ennshafen mit WirtschaftspartnerInnen und das Netzwerk an Schulen des Logistikums als optimales Marketing-Instrument. Um das lokale und regionale Umfeld bzw. die interessierte Öffentlichkeit von den Ergebnissen des Co-Creation-Space zu begeistern, werden unterschiedliche Vermarktungsstrategien verwendet. Regionale und lokale Unternehmen können auf unterschiedliche Weise vom Transport School Labs profitieren. Zum Beispiel durch die Möglichkeit einer Bus- und Schiffsrundfahrt wodurch fast alle Unternehmen betrachtet werden oder durch die Integration von Besichtigungen zu den einzelnen Unternehmen. Die geographische Lage des Standorts spielt eine wesentliche Rolle, da hierbei die ersten Kontakte mit Unternehmen geknüpft werden können und dadurch schon WirtschaftspartnerInnen auf das Transport School Labs aufmerksam werden. Das regionale Wirtschaftsumfeld ist eingeladen an Labs aktiv teilzunehmen und lernt so motivierte Jugendliche und junge Erwachsene als potenzielle Lehrlinge bzw. MitarbeiterInnen kennen. Durch die Adaptierbarkeit des Konzeptes besteht auch die Möglichkeit, dieses in angepasster Form ohne großen Aufwand in Form von speziellen Events auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ausgehend davon kann gesagt werden, dass sich die Öffentlichkeitsarbeit vorwiegend (bzw. zu Beginn) auf folgende Maßnahmen konzentriert: - Internationales Netzwerk des Ennshafen (WirtschaftspartnerInnen aus unterschiedlichen Branchen) - Umfangreiches Netzwerk im sekundären und tertiären Sektor der Fachhochschule OÖ - Einbindung in der Lehre bzw. Vermarktung des Labs in Lehrveranstaltungen - Relevante Konferenzen und Informationsveranstaltungen für Lehrende von Schulen und dem tertiären Sektor - Regionale und lokale Bewerbungs- und Verbreitungsmaßnahmen

Finanzierung

öffentlich finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Welche Auswirkungen haben Gütertransporte aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht für derzeitige und zukünftige Generationen? Welche Maßnahmen gibt es, um einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Güterverkehr zu realisieren und die Bedürfnisse der gegenwärtigen UND zukünftigen Generation zu befriedigen? Es gilt aktuelle NutzerInnen im Bereich nachhaltige Gütermobilität dahingehend zu sensibilisieren, sich näher mit der Thematik zu beschäftigen, da diese ein wesentlicher Bestandteil im Transportbereich sind. Jugendliche und junge Erwachsene sollen frühzeitig Wissen zu den Grundlagen einzelner Verkehrsträger, zur täglichen Verkehrsmittelwahl sowie zur Bedeutung der Umwelt im Bereich des Transports, Verkehrs, Logistik und des gesamten Wirtschaftslebens erlangen damit eine langfristige Verkehrsverlagerung vorangetrieben wird, und um die negativen Auswirkungen von Verkehr auf die Umwelt einzudämmen.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Der thematische Schwerpunkt behandelt die nachhaltige Gütermobilität (einzelne Verkehrsträger; tägliche Verkehrsmittelwahl; Bedeutung der Umwelt im Bereich des Transports, Verkehrs, Logistik und des gesamten Wirtschaftslebens) und die Berufsfelder in der Logistikbranche. Die Thematik der nachhaltigen Mobilität weist an sich einen sehr hohen Grad an Interdisziplinarität auf, inkludiert sie u.a. Bereiche wie Geographie, Umwelt, Betriebswirtschaft und Gesellschaft. Über nachhaltige Verkehrsträger und Berufsfelder in diesem Bereich informiert zu sein, trägt zu einer lebenswerten und umweltfreundlichen Zukunft bei. Das außerschulische Lernangebot während bzw. nach dem Pilotbetrieb des Transport School Lab hat sowohl den Fokus der Nachhaltigkeit im Güterverkehr als auch der Berufsfelder, welche dafür benötigt werden. Durch diese Transdisziplinarität soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Einblick in gegenwärtige und künftige Herausforderungen im Güterverkehr ermöglichen. Damit soll erreicht werden, dass teilnehmende Jugendliche und Erwachsene die Thematik Mobilität der Zukunft verstehen, die Wichtigkeit wahrnehmen und sich potenziell auch für den Bereich als zukünftige Arbeitsstätte interessieren.

Zukunftsorientierung
Die im Logistikzentrum am Ennshafen abgehaltenen Transport School Labs sind darauf ausgerichtet, den teilnehmenden Personen genügend Freiraum und Möglichkeiten zu geben, sich mit der Zukunft und den Wünschen für eine nachhaltige Gestaltung des zukünftigen Gütertransportes zu beschäftigen. Zum Beispiel ist am Nachmittag der Workshops ein eigener Block vorgesehen, in dem die jungen Menschen eine kreative Lösung für die Zukunft des Transports ausarbeiten und präsentieren (Future Transport Ideas). Ziel dieser Übung ist es, dass die TeilnehmerInnen die bereits behandelten Inhalte des Labs nochmals reflektieren können und eine innovative Idee für Transportkonzepte in der Zukunft entwickeln. Dadurch wird ein Raum für Jugendliche und junge Erwachsenen geschaffen, in welchem sie ihre Visionen und Handlungsoptionen vom Leben in der Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit austauschen können. Das Thema nachhaltige Gütermobilität mit besonderem Fokus auf zukünftigen Trends und Betätigungsfelder in der Logistikbranche spricht sowohl die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene als auch die Zielgruppe WirtschaftspartnerInnen an. Es zeigt Jugendliche und jungen Erwachsenen eine Zukunft, welche sie selbst beeinflussen (tägliche Verkehrsmittelwahl; Online-Bestellungen) und gestalten (Berufsfelder in der Logistikbranche) können.

Methodenvielfalt
Durch die Integration von interaktiven Lernmethoden soll der Lernerfolg gesteigert und die Einstellung zum Thema nachhaltige Gütermobilität und logistische Berufsfelder positiv gefördert werden. Im Rahmen von Gruppenarbeiten, Planspielen und Diskussionen werden den TeilnehmerInnen praxisnahe Kenntnisse von nachhaltigen Gütertransportentwicklungen und Betätigungsfeldern in der Logistikbranche vermittelt, wobei die interaktive Erarbeitung von unterschiedlichen Themenbereichen gefördert wird. Folgende innovative Lernmethoden und interaktive Ansätze zur Wissensvermittlung stehen dabei u.a. im Vordergrund: Warm-Up-Diskussion: Warm-Up-Diskussion anhand von Bildern, aktuellen Zeitungsartikel und der Videos vor inhaltlichem Einstieg in die Thematik. Warm-Up-Diskussion am Beginn jeder Präsentation soll dazu dienen, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen lockeren Einstieg in das Thema zu ermöglichen. Offene Diskussionen schaffen Raum für neue Perspektiven und motivieren die TeilnehmerInnen sich vertiefend mit dem Thema zu beschäftigen. Interaktive Fragen im Rahmen der Foliensätze: Quiz-Fragen, welche von TeilnehmerInnen nach jedem Themenblock/Präsentationskapitel beantwortet werden müssen. Mit den interaktiven Fragen im Rahmen der Foliensätze soll auf spielerische Weise einem typischen Frontalvortrag entgegengewirkt und erhöhte Aufmerksamkeit erreicht werden. LEGO-Simulator: Im Laufe des Transport School Labs lernen die TeilnehmerInnen anhand einer Legosimulation (die selbst gesteuert werden kann) Umschlagsprozesse an einem Modellhafen kennen. Der Simulator stellt komplexe Transporte von Gütern mit verschiedenen Verkehrsträgern (Schiene, Straße, Wasserstraße) vereinfacht dar. Um einen vermehrten interaktiven Charakter gleich zu Beginn des Transport School Labs zu erreichen, wird anhand eines Scribble-Videos versucht, einen aufgelockerten und offenen Einstieg zu erreichen (Video auf: www.retrans.at). Im Video wird erklärt, was Logistik eigentlich ist, und womit sie sich beschäftigt. Zum Nachdenken im Bereich Transport und Umwelt wird ein weiteres Einführungsvideo für Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezeigt (Video zur Durchsicht auf: www.reecotrans.at). Die Maßnahme einer Wissensvermittlung durch interaktive Lernmethoden hat das Ziel, die inhaltlichen Themen auf spielerische Art zu vermitteln. Hier wird besonders darauf geachtet, dass vom klassischen Unterricht durch reine Frontalvorträge abgewichen wird. Mithilfe von Rollenspielen, praxisnahen Anschauungsbeispielen, Augmented Reality-Spielen, Wettbewerbssituationen, Simulationen etc. wird die Thematik verständlich gemacht – ganz nach Konfuzius: Ich höre und ich vergesse, ich sehe und ich erinnere mich, ich tue und ich verstehe. Die Jugendliche arbeiten aktiven und selbstständig im Team an Problemlösungen und erhalten dadurch die Möglichkeit, sich mit den Themen selbst auseinanderzusetzen sowie in der Gruppe auszutauschen. Das Logistikum-Kernteam Lisa-Maria Putz, Alexandra Haller und Lisa Wesp sieht sich in der Rolle einer außerschulischen Anlaufstelle für Bildungsinstitutionen, um nachhaltige Gütermobilität und innovative Transportkonzepte durch interaktive Lernmethoden Jugendlichen und jungen Erwachsenen näher zu bringen. Das Team sieht ihre Aufgabe darin, eine innovative Lern-Alternative im Vergleich zum klassischen Unterricht zu kreieren und dauerhaft Bestandteil im Portfolio von außerschulischen Exkursionen zu werden.

Partizipationsorientierung
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden von Anfang an in die Entwicklung und das Programm der Transport School Labs miteinbezogen. Partizipative Vermittlungsmethoden werden im Pilotbetrieb umgesetzt, um das Interesse für das Thema zu steigern. Anhand von Spielstation bzw. Erlebnisstationen mit Punktegewinnung wird ein partizipativer Prozess erreicht. Der partizipative Prozess bietet die Möglichkeit, das Verständnis für die Thematik spielerisch zu erreichen und steigert dadurch das Interesse. Pro Spielstation kann je nach Gruppe eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht werden. Die intensive inhaltliche Auseinandersetzung in der (zufällig zusammengewürfelten) Gruppe fördert ebenso das Teambuilding. Damit wird auf die Möglichkeit der Einflussnahme und Mitbestimmung innerhalb der Gruppe geachtet, sodass sich sowohl Mädchen als auch Burschen einbringen. Hierbei steht der Fokus auf: Teambuilding durch Gamification - spielerisch Verbesserungspotenziale finden, gemeinsam Probleme lösen und Teambuilding betreiben.

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Eine Aufgabe des Transport School Labs ist es, Jugendliche und junge Erwachsene dazu zu bringen, sich intensiv und in einer ansprechenden Lernumgebung mit einem - für die eigene Zukunft - sehr relevanten Thema (dem Transport von Gütern) auseinanderzusetzen. Die im Transport School Lab erlernten Erkenntnisse oder Erfahrungen können in ihren Lebensalltag integrieren werden: Als NutzerInnen von Verkehrsträgern und Verkehrsmitteln (z.B. bei der Bestellung von Waren) und als GestalterInnen für die derzeitige und zukünftige Mobilität als potenzielle (zukünftige) ArbeiterInnen und Angestellte in der Logistikbranche. Die Lernenden sind vom Thema nachhaltige Gütermobilität und dessen Berufsfelder aktiv (Berufsausbildung) oder zumindest passiv (als KäuferInnen) betroffen.

Interne offene Lernprozesse
Die Umsetzung des Transport School Lab erfolgt am Standort Ennshafen vor allem durch ein Miteinander, ein Verstehen und eine offene und transparente Kommunikation. Das Verstehen von gesellschaftlichen Zusammenhängen und die Bedeutung von nachhaltiger Gütermobilität wird beim Transport School Lab am Ennshafen während des Fachvortrages vor der interaktiven Wissensvermittlung durch Warm-Up-Diskussionen zur Thematik „Welchen Einfluss hat das Konsumverhalten auf den Güterverkehr? Welchen Beitrag kann jeder einzelne Leisten um den Güterverkehr zu reduzieren?“ verdeutlicht. Der Diskurs ermöglicht eine aktive Einbindung der TeilnehmerInnen in die Thematik der nachhaltigen Gütermobilität, ermöglicht ebenfalls eine vermehrte Partizipation und lässt so am besten eine offene Meinungsbildung zu. Ausgehend von dem Ziel, eine praxisorientierte Wissensvermittlung zu schaffen, zeigte das Feedback von SchülerInnen einer neuen Mittelschule als auch von Lehrlingen des Unternehmens Schachermayr, dass Inhalte durch ein Quiz oder Quizze zu verstehen und/oder zu erlernen eine gute Methode darstellt, um das erlernte Wissen zu verfestigen. Die im Transport School Lab integrierten interaktiven Lernmethoden wie Präsentationen und selbstgestalteten Plakaten sind dennoch ein wichtiger Aspekt, um das theoretisch Erlernte praktisch anzuwenden, da sie hier selbst mitgestalten können. Hinsichtlich des aktuellen Wissens über Nachhaltigkeit und Energiezukunft äußerten die teilnehmenden SchülerInnen, dass die Thematiken im aktuellen Schulalltag nur „kurz angeschnitten“ werden oder gar nicht vorhanden sind.

Partnerschaften und Netzwerke
Das Logistikzentrum am Ennshafen bietet Räume zum Präsentieren, Experimentieren und Diskutieren und schafft dadurch einen breit zugänglichen Entfaltungsraum für gemeinsame Ideen. Die technisch und multimedial optimal ausgestatteten Räume inklusive Legosimulator bieten für die jungen TeilnehmerInnen wie auch für die qualifizierten Betreuerinnen vom Logistikum Steyr und dem Ennshafen interaktive und spielerische Auseinandersetzung mit der fokussierten Thematik der nachhaltigen Gütermobilität. Durch eine Auswahl an interaktiven Lernmethoden wird sowohl ein kooperatives Lernen erreicht als auch Teamfähigkeit und Gemeinsinnorientierung gefördert. Der im Rahmen eines EU-Projekts eigens konstruierte LEGO-Umschlagssimulator, auf dem trimodale Transportprozesse selbständig durch die TeilnehmerInnen durchgespielt werden können, ermutigt Jugendliche und junge Erwachsene ihre Ideen gemeinsam mit anderen weiterzudenken und mithilfe einer Simulation zu realisieren. Ziel des LEGO-Simulators ist es, die Integration von nachhaltigen Verkehrsträgern wie Schiene und Wasserstraße in der Transportkette darzustellen. Dabei gibt es die Möglichkeit die unterschiedlichen Verkehrsträger mit Hilfe von Tablets zu steuern und interagieren zu lassen. Hierbei übernehmen die einzelnen Gruppen die Rolle eines Stakeholders entlang des Umschlagsprozesses (Binnenschiff, Kran, Reach Stacker, Zug, LKW) und erarbeiten gemeinsam einen Transportauftrag. Teamfähigkeit und kooperatives Denken steht hier im Vordergrund, den nur gemeinsam kann der Auftrag abgeschlossen werden.

Weiterführende Dokumente


Roll-Up
Letzte Änderung: 18.09.2017
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Wirkungsbereiche


Gesamtösterreich

Laufzeit


01.04.2017 - 30.04.2018

Bildunsgbereiche


Außerschulische Jugendbildung

Themenbereiche


Mobilität