Co: Spielraum für die Zukunft

Logo „Co: Spielraum für die Zukunft“ versteht sich als ein moderner und alltagstauglicher Lernort: kreativ, spielerisch und partizipativ werden Selbermach-Workshops, Exkursionen, Hackathons, Inspirationsgespräche, Kinoabende und Feste angeboten. Im Zentrum stehen die Themen Energie, Mobilität und Stadt. Powered by Klima- und Energiefonds.

Darstellung

Das Co: ist einer von vier außerschulischen Lernorten, die in ganz Österreich entstehen. Gefördert durch das Programm „Junge Talente für die Energiezukunft“ des Klima- und Energiefonds sollen bereits bestehende außerschulische Lern- und Experimentierorte zu modern ausgerüsteten Co-Creation Spaces ausgebaut werden. In diesen können Jugendliche selbstorganisiertes Lernen, eigeninitiatives Handeln und kooperatives Zusammenarbeiten erfahren und sich von WorkshopleiterInnen aus unterschiedlichen Disziplinen inspirieren lassen. In Innsbruck wird das Pilotprojekt von April 2017 bis April 2018 vom Spielraum für Alle in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern plenum und Energie Tirol als Trägerverein von „Tirol 2050 energieautonom“ realisiert. Darüber hinaus ist ein Dauerbetrieb des Co-Creation Space geplant. „Kinder, Jugendliche und Junggebliebene können selbständig aktiv werden und einen Einblick in technische und naturwissenschaftliche Themen gewinnen“, meint Mag. Sylvia Brenzel von plenum. Das vielseitige Programm ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg in ein energieautonomes Tirol. „Damit wir unser ambitioniertes Ziel erreichen können, braucht es eine umfassende Bewusstseinsbildung der VerbraucherInnen von morgen im Umgang mit vorhandenen Ressourcen und Energie“, so DI Bruno Oberhuber, Projektverantwortlicher von TIROL 2050 energieautonom und Geschäftsführer von Energie Tirol. Der Spielraum für Alle bietet mit seinem FabLab, dem Kochlokal und Dachgarten den idealen Ort für das Pilotprojekt und wird dabei selbst aktiv verwandelt. "Wir erweitern unser bestehendes Angebot um einen professionellen Workshop- und Seminarraum. Zusammen mit der Küche und der High-Tech Werkstatt bietet der Spielraum damit eine perfekt abgestimmte Infrastruktur, um gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen in spannenden Workshop-Formaten Antworten auf die Fragen für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung zu suchen", Leonie Schickedanz und Stefan Strappler vom Spielraum für Alle. In den Workshops werden die Energieträger Sonne, Wasser, Wind, Umweltwärme und Biomasse mit den Stichworten DIY (Do it yourself), Selberbauen und Kreativität verknüpft und zu neuen Formaten verbunden: Interessierte können eine Windowfarm aus Upcyling-Material basteln, klimafreundlich frühstücken, mit Sonnenenergie und CO2 -frei kochen oder von der Natur inspirierte windbetriebene Roboter selberbauen. Dabei geben moderne Produktionsgeräte wie 3D Drucker und Lasercutter den TeilnehmerInnen einen Einblick in die technischen Möglichkeiten von morgen, beflügeln ihre Kreativität und machen neugierig. Es entstehen solarbetriebene LED-Lampen mit schicken Schirmen aus Recyclingmaterialien und gemeinsam wird an mobilen Strömungsgeneratoren geforscht – Exkursionen zum Wasserkraftwerk Silz und Filme zum Thema runden das Angebot ab. Das genaue Programm ist auf der Website zu finden: http://spielraumfueralle.at/programm/

KooperationspartnerInnen

www.plenum.at plenum ist eine Beratungs-, Bildungs- und Forschungsorganisation für nachhaltige Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung und steht insbesondere für innovative, wirksame und maßgeschneiderte Gesamtlösungen in nachhaltiger Projektentwicklung. www.energie-tirol.at und www.tirol2050.at Energie Tirol ist eine unabhängige Informations- und Beratungsstelle des Landes Tirol und kompetenter Ansprechpartner für Energiefragen. Das Anliegen ist, Wissen und Informationen über nachhaltige und moderne Energielösungen verständlich und fundiert anzubieten. Mit dem bei Energie Tirol angesiedelten Programm TIROL 2050 energieautonom hat sich die Tiroler Landesregierung zur Energieunabhängigkeit bekannt und setzt sich vehement für eine Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger wie Öl und Gas bis zum Jahre 2050 ein.

Schwierigkeiten und Erfolge bei der Umsetzung

Was als größte Herausforderung gesehen wird, ist die Einbettung bzw. Verknüpfung der Co-Creation-Space-Angebote mit dem Schulsystem (Ansprache SchülerInnen). Was als sehr unterstützend eingeschätzt wird, ist die finanzielle Niederschwelligkeit durch die Förderung des Klima- und Energiefonds.

Ergebnisse / Produkte

Wir legen unser besonderes Augenmerk auf zielgruppen-passende, niederschwellige, methodisch abwechslungsreiche und möglichst „barrierefreie“ Bildungsformate, die viel Interaktion zulassen. Durch eine ausgewogene Mischung von strukturierten Innovationstechniken und multisensuellen Methoden sollen die insbesondere die Themen Stadt, Mobilität und Energie mit Spaß und Freude erforscht werden. Auch soll die Infrastruktur selbst als Experimentierfeld genutzt werden, z.B. beim Ausprobieren eines Window Gardening. Folgende Formate sind angedacht: • Veranstaltungen wie z.B. das Kick-off Event am 16.9.2017 mit Kunst & Kultur-Bezügen (Do-it-Yourself-Impulsen, Buchpräsentation, Kulinarik und Musik), Kinoabende und Mutmachergespräche • Mit-mach- und Selber-mach-Workshops, siehe Mitmachprogramm oben • Stupid Hackathon (speziell festgelegter Zeitraum, in dem spezifische Aufgabenstellungen bearbeitet und Lösungen gefunden werden, “stupid“ Hackathon deshalb, da hier bewusst verkehrt herum gedacht werden soll) • Exkursionen • Mobiles FabLab, bestehend aus erprobten Formaten Weitere Informationen zu finden hier: http://spielraumfueralle.at/programm/ Speziell und neu: das Mobile FabLab soll als Angebot in lokalen Schulen und Lehrwerkstätten mit niederschwelligem Bezug zu den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) dienen. Geplant sind mobile Geräte zusammenzustellen wie 3D-Drucker, Vinylcutter, Elektronik Equipment etc., um SchülerInnen, Lehrlinge und Lehrende mit Inhalt und Praxis zu erreichen, die nicht in den Co: Spielraum für die Zukunft kommen können.

Öffentlichkeitsarbeit

Zur bestmöglichen Bewerbung und Kommunikation der Co: Angebote werden zusätzlich PartnerInnen eingebunden, die bereits mit Jugendlichen, Lehrlingen und MigrantInnen arbeiten wie bspw. die • Verein klasse!Forschung (Dr. Elisabeth Lukasser-Vogl) • Feld – Verein zur Nutzung von Ungenutztem • Förderverein Technik Tirol: Jugend forscht in der Technik • Junge Uni – Kinderuniversität • Pädagogische Hochschule Tirol Auch ist ein Informationstag zum Co-Creation-Space geplant. Hier sollen sich relevante Multiplikatoren außerschulischer Bildungseinrichtungen vernetzen und Kräfte bündeln können.

Finanzierung

öffentlich finanziert

Bezug zu den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung


Wertorientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Im Zentrum steht das Bewusstsein und Verständnis nachhaltiger Entwicklungen, Selbermachmentalität und Eigenverantwortung zu stärken, Fachwissen zu vermitteln und nachhaltiges, autonomes Denken und Arbeiten – Teilen, Tauschen, Wiederverwerten – zu fördern. Konkret geht es hierbei um Bildungsformate zu den Themenbereichen der Traditionspflege und deren zeitgemäße Transformation, Potenzialentfaltung bei Kindern und Jugendlichen, generationsübergreifendes und transdisziplinäres Lernen in den Bereichen Gesundheit & Ernährung, neue Technologien & Reparaturökonomie, Energie & Mobilität sowie um die Schaffung einer Präsentationsplattform für NachwuchskünstlerInnen abseits des Mainstreams und einer offenen Auseinandersetzung zu „Wie wir leben wollen“.

Mehrperspektivität/Transdisziplinarität
Da basis-demokratische Bewegungen viele alternative (Regional-) Entwicklungen nicht nur erleichtern sondern oftmals sogar erst ermöglichen, liegt es in unserem Interesse, mit nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen aktiv, inter- und transdisziplinär zusammenzuarbeiten. Denn damit diese tatsächlich für einen Wandel sorgen können, müssen, verkürzt gesagt, drei Dinge passieren: Motivierte Individuen müssen sich engagieren, eine funktionierende Gruppe bilden (über disziplinäre Grenzen hinaus) und über entsprechende Ressourcen zur langfristigen und breitenwirksamen Etablierung verfügen.

Zukunftsorientierung
Das entwickelte Programm baut auf folgenden Eckpunkten auf: - nachhaltige Energie (Bau dir deine Solarlampe, Bau dir dein Wasserrad, etc.) - nachhaltige Mobilität (Bau dir deinen Windroboter, etc.) - nachhaltiges Produzieren (Bedrucke dein Energiebündelshirt, etc.) - nachhaltige Ernährung (Wie klimafreundlich ist deine Jause? etc.) - nachhaltiges Wohnen (Bau dir deine Fensterfarm, etc.) Die Mitgestaltung der TeilnehmerInnen ist dabei ein Kernstück der Bildungsformate.

Kritisches Denken und Problemlösen
Der Einzelne hat direkten Einfluss auf gesellschaftspolitische Entwicklungen: durch das eigene Konsumverhalten, das Wahlrecht oder auch durch gesellschaftliches Engagement. Die Frage ist, ob diese Möglichkeiten als Entwicklungs- und Gestaltungschancen begriffen werden! Entscheidend dabei ist, dass Menschen sich unabhängig von sozialem Hintergrund und Bildungsstand als wirksam erleben. Es gilt daher, niederschwellige Möglichkeiten der gesellschaftlichen Mitgestaltung zu eröffnen.

Methodenvielfalt
Der Co-Creation-Space bietet in seiner inhaltlichen und methodischen Vielfalt einen motivierenden, lebensweltlichen und zukunftsorientierten Ansatz. Mit der Öffnung zum regionalen Umfeld und zur Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen, der Gestaltung der Räume und der Lernumgebung, der Erweiterung der Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten sind wichtige Handlungsfelder genannt. Die unterschiedlichen inhaltlichen Bildungsfelder, die wesentliche Beiträge zur Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten, und ihre Akteure (etwa aus der Umweltbildung, Verbraucherbildung, Mobilitätserziehung, modernste Technologien) werden stärker miteinander vernetzt, um den integrativen Anspruch der Bildung für nachhaltige Entwicklung einzulösen.

Partizipationsorientierung
Die Workshops der Pilotphase sind auf selbstorganisierte Lernprozesse ausgerichtet - Kinder und Jugendliche bekommen die Chance, bei vorgegebenen Inhalten und Zielen ihr eigenes Lernen selbst zu steuern und Entscheidungen über die Art und Weise ihrer Lernorganisation zu treffen. Bei unseren Workshopformaten geht es um folgende Denkweise: Das Lernen anderer kann nicht exakt geplant werden und auch nicht unmittelbar durch Lehren erzwungen werden. Die WorkshopleiterInnen werden zu LernbegleiterInnen, geben Hilfestellungen zur fachgerechten Gerätebenützung, organisieren das Workshop-Material und sorgen für die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen - Kinder und Jugendliche erwerben dadurch eine breite Methoden-, Geräte- sowie Informationskompetenz!

Lebenswirklichkeit der Lernenden
Wir wollen niederschwellig zugängliche Erfahrungsmöglichkeiten bereitstellen, die MINT-Fächer für Schülerinnen und Schüler authentisch erlebbar machen und sie sich dabei als wirksam erleben, sodass mit Freude und Spaß gelernt werden kann. Zudem stellen die WorkshopleiterInnen eine positive Identifikationsfläche für Kinder und Jugendliche dar und beantworten gerne Fragen zu ihrem Werdegang, zu persönlichen Herausforderungen, Motiven und Entscheidungen mit dem Ziel, dass sie das Gelernte in ihren Lebensalltag integrieren können.

Interne offene Lernprozesse
Die WorkshopleiterInnen überprüfen selbst definierte Erfolgsfaktoren, ob und wie das Lehren bei den Schülerinnen und Schülern ein Lernen erzeugt. Der Lerneffekte der SchülerInnen wird somit durch systematische Evaluierung zurückgespiegelt, sodass der WorkshopleiterInnen seine Formate Schritt für Schritt an die Bedürfnisse des Lernenden anpassen kann. Der Lernende wird somit in den Mittelpunkt gestellt! In der Pilotphase werden erste alternative Feedbackmethoden getestet.

Partnerschaften und Netzwerke
Es werden zahlreiche Partner und Partnerorganisationen kontaktiert mit denen langfristige Kooperationen geplant sind, damit die Lernenden ermutigt werden, ihre Ideen gemeinsam mit anderen weiterzudenken und zu realisieren.

Weiterführende Dokumente


Programmposter
Letzte Änderung: 15.09.2017
zurück zur Übersicht
Ausgezeichnet mit:
Wap Ausgezeichnet

Wirkungsbereiche


Tirol

Laufzeit


01.04.2017 - 30.04.2018

Bildunsgbereiche


Außerschulische Jugendbildung

Themenbereiche


Energie
Gesundheit/Ernährung
Klima- und Umweltschutz
Mobilität
Natur / Biologische Vielfalt
Wasser
Sonstiger
Stadt & Land nachhaltig entwickeln

Durchführende Organisation

Spielraum für Alle

Franz Fischer Straße 12

6020 Innsbruck

+43 6505410319 fablab@spielraumfueralle.at
http://spielraumfueralle.at/
Größere Kartenansicht